Sturmmöwenkolonie in der Bremer Überseestadt

Jahrelang kümmerte sich niemand um die Brachflächen in der Überseestadt in der Nähe des Leuchtturms. So brüteten immer mehr Sturmmöwen dort. Die Sturmmöwenkolonie war und ist eine der größten Brutkolonien dieser Möwenart  in Norddeutschland. Bis die Bagger kamen.

Im vergangenen Jahr schon herrschten dort schlimme Zustände, Möwen brüteten zwischen Baufahrzeugen, Küken wurden totgefahren, weil sie zwischen den Autos und Baufahrzeigen herumirrten.  Zudem lassen  viele Hundebesitzer  ihre Hunde dort frei laufen, was man durchaus verstehen kann, sind doch in ganz Bremen Freilaufflächen für Hunde Mangelware.

In diesem Jahr sieht es wieder traurig aus für die Möwenkolonie. Geplant ist zwar , dass die Vögel auf die Lankenauer Weserinsel umziehen sollen – aber, die dummen Möwen nehmen die neuen Brutplätze einfach nicht an.

 http://www.umwelt.bremen.de/sixcms/media.php/13/Ziegen.pdf

Aber – schick werden die neuen Wohnungen, natürlich mit Weserblick  …… !

Und die Naturschützer von Nabu und Bund vermuten, dass die Möwen später ihre Nester auf den Flachdächern der neuen Häuser bauen werden . (Buten und Binnen berichtete)

Na, mal schaun – was die Mieter und Eigentümer dazu wohl meinen. Meistens ziehen  Tiere den Kürzeren.

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2 Responses to Sturmmöwenkolonie in der Bremer Überseestadt

  1. Anita sagt:

    Ich habe es heute am Sonntag auch gesehen. Furchtbar! Die kleinen, gerade geschlüpften Möwenkücken irren zum Teil auf der Straße umher. Viele Autos, Radfahrer und Fußgänger „bestaunen“ sie und bríngen vor allem Unruhe dorthin, wo morgen auch noch die Bagger fahren werden!!!
    Ist denn niemand dafür zuständig, dass zumindest in der Brutzeit die Bauvorhaben gestoppt werden? Und das mitten in Bremen in der tollen Überseestadt, dem Vorzeigeobjekt Bremens? Ist Geld wirklich alles???

    • Maren Arndt sagt:

      Hallo Anita,
      ich habe diesbezüglich Erkundigungen eingezogen beim Nabu Bremen und im letzten Jahr schon beim BUND Bremen. Das Gelände wird betreut von der Onrithologischen Gesellschaft Bremen und von Herrn Klugkist von der Umweltbehörde.

      Man kann momentan nicht mehr viel tun, sagt man. Leider haben die Möwen das neue Brutrevier auf der Weserinsel in diesem JAhr nicht angenommen.
      Ich finde das Möwendrama in der Überseestadt auch ganz furchtbar, aber angeblich sind allen die Hände gebunden, Straßen dürfen nicht gesperrt werden und Bauarbeiten nicht eingeschränkt werden. Der Möwenbestand ist nicht gefährdet.
      Weitere Meldungen, Mails etc bei den zuständigen Stellen können aber nicht schaden, meine ich.

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