Huvenhoopsmoor

Huven hoopsmoor Im Huvenhoopsmoor wird Torf abgebaut, die abgetorften Flächen werden danach renaturiert. Das Huvenhoopsmoor ist aber auch ein Naturschutzgebiet, das letzte mehr oder weniger  intakte Fleckchen Hochmoor im Teufelsmoor rund um den Huvenhoopsmoorsee. Ich habe mich  tagsüber auf den Weg gemacht zur Kranichschanze, dem neuen Kranichbeobachtungsturm in der Region Augustendorf. Der Weg dorthin ist gut angelegt und leicht zu begehen. Tagsüber sind allerdings keine Kraniche dort anzutreffen. Die stärken sich auf den nahegelegenen Feldern. Der Nabu hat den Turm in Zusammenarbeit mit dem Torfwerk aufgebaut, damit die Kraniche morgens und abends an  ihren Schlafplätzen störungsfrei beobachtet werden können. Der Nabu bietet auch Führungen an. Mehr Infos im Link. http://niedersachsen.nabu.de/tiereundpflanzen/kranich/infos/12632.html Auf meinem Foto sieht die Landschaft durch den Torfabbau  trostlos aus – aber mittlerweile sind in der ganzen Umgebung ansonsten fast nur noch Maisfelder, die übrigens z.zt. gerade mit Volldampf und riesigen Maschinen und Treckern abgeerntet werden. Natur ist auf  dem Torfabbaugelände besser erhalten, was Insekten und Artenvielfalt betrifft,  als zwischen den unsäglichen Maisfeldern. Nach dem Torfabbau wird renaturiert und die so entstandenen Wasserflächen dienen den durchziehenden Kranichen als Schlafplätze. Für die Kraniche ist hier ein kleines Paradies entstanden. Immer mehr Kraniche brüten hier bereits. Natürlich ist auch mir bekannt, dass der Abbau von Torf Unmengen an CO 2 freisetzt und es dauert ewig, bis sich wieder ein gesundes Moor durch die Renaturierung bilden wird. Und dennoch leben hier seltene Arten wie Kreuzottern und Mooreidechsen, Libellen und Schmetterlinge.  Die eintönige Maisanbaulandwirtschaft dagegen zerstört immer mehr Lebensräume. Wenn ich also auf meiner ach so geliebten Insektenpirsch bin – dann finde ich in den Restmoorgebieten rund um das Huvenhoopsmoor schon mal eine so seltene Art  wie die Scharlachlibelle, die dort heimisch geworden ist. Moorschutz bedeutet auch Klimaschutz und sicherlich sollte es langsam genug sein mit dem Torfabbau. Torf gehört in`s Moor und nicht in  Gärten. Trotzdem sollte auch Schluss sein mit den immer noch mehr neuen Maisfelder – weiterhin werden jedes Jahr  Wiesen und Weiden im Teufelsmoor zu Maisfeldern. Überwiegend werden die Biogasanlagen mit der Maisernte gefüttert… Die Argrarlandschaft fördert eine Artenwüste weltweit. Fazit – die Torfwerke haben der Artenvielfalt in der Region Teufelsmoor mehr Lebensraum gelassen, als die Landwirtschaft mit dem ausufernden Maisanbau. http://niedersachsen.nabu.de/naturerleben/schutzgebiete/huvenhoopsmoor/index.html

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