Auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke

So stelle ich es mir vor – Tonys Leben seit einem halben Jahr im Land auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke..

Wir vermissen den Butscher sehr. Es gibt so Tage, da erinnert man sich an all die vielen gemeinsamen Jahre – sei es, weil man ein bestimmtes Foto wiederfindet, oder einfach weil die Sonne scheint, der Frühling naht und niemand mehr bei der ersten Gartenarbeit schwanzwedelnd zuschaut und eigentlich unbedingt spielen will..

 

*

 

Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet.
Weil sie so viele Farben hat, nennt man sie die Regenbogenbrücke.

Auf der jenseitigen Seite der Brücke liegt ein wunderschönes Land
mit blühenden Wiesen, mit saftigem grünen Gras und traumhaften Wäldern.

Wenn ein geliebtes Tier die Erde für immer verlassen muss,
gelangt es zu diesem wundervollen Ort.

Dort gibt es immer reichlich zu fressen und zu trinken,
und das Wetter ist immer so schön und warm wie im Frühling.
Die alten Tiere werden dort wieder jung und die kranken Tiere wieder gesund.
Den ganzen Tag toben sie vergnügt zusammen herum.

Nur eines fehlt ihnen zu ihrem vollkommenen Glück:
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag miteinander,
bis eines Tages eines von ihnen plötzlich innehält und gespannt aufsieht.
Seine Nase nimmt Witterung auf, seine Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß.

Es tritt aus der Gruppe heraus und rennt dann los über das grüne Gras.
Es wird schneller und schneller, denn es hat Dich gesehen!

Und wenn Du und Dein geliebtes Tier sich treffen,
gibt es eine Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Du nimmst es in Deine Arme und hältst es fest umschlungen.
Dein Gesicht wird wieder und wieder von ihm geküsst,
deine Hände streicheln über sein schönes weiches Fell,
und Du siehst endlich wieder in die Augen Deines geliebten Freundes,
der so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke
und werdet von nun an niemals mehr getrennt sein…

Dieser Beitrag wurde unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Responses to Auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke

  1. Man kann es nicht wissen, aber man kann es sich genau so vorstellen.
    Ich sehe meine fünf, die schon gegangen sind, immer tobend an einem Strand 🙂
    Liebe Grüße,
    Brigitte

  2. Fotohabitate sagt:

    Deine Worte sind sehr schön und sehr berührend.

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