Zuerst sterben die Insekten ….

  Ist es Euch auch schon aufgefallen – nach einer Autotour – wie viele Insekten kleben noch zermatscht an der Windschutzscheibe? Nun – es werden weniger und zwar erheblich weniger. Was für Autofahrer angenehm ist, ist für die Natur und insbesondere für unsere Vögel verheerend.

Alle Jungvögel in den Nestern müssen mit Insekten gefüttert werden – nur woher nehmen, wenn es zu wenig Insekten gibt. Und so beginnt langsam und schleichend das große Sterben in der Nahrungskette. Erst sterben die Insekten, dann die Vögel und dann ???

Drei Fragezeichen mindestens bleiben. Wir sollten aufhören mit dem weltweiten Zwang zum Wachstum. Behutsamer mit unserer Erde umgehen, wir haben nur diese eine Erde. Täglich werden Flächen zubetoniert, Wälder abgeholzt,  Wiesen in Ackerflächen umgewandelt und nun sterben wieder Menschen an Hunger, zuerst in Afrika und dann ???

Ich schweife ab – das Thema ist zu groß für mich. Ich arbeite im Kleinen, im einigermaßen naturbelassenen Garten. Gestern habe ich eine Florfliege an meiner Magnolie gefunden. Ein hübsches Insekt mit goldenen Augen. Es hilft mir, denn seine Larven haben einen Heißhunger auf Läuse. Und wenn es nicht aufpaßt wird es vom Vogel an seine Jungen verfüttert. So ist das im Garten, ein Rädchen der Natur greift ins Andere …

Und noch was – Insekten sind auch spannende Fotomotive. Mein Makroobjektiv ist wieder aktiviert. Schönen Sonntag noch …

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9 Responses to Zuerst sterben die Insekten ….

  1. Ja, ich bin heute über eine endlos große Wiese gewandert mit Buddy und habe kein Insekt gesehen.
    Auf einer zweiten auf dem Rückweg (vermutlich nicht gespritzt, da nahe an einem NSG) gab es schon mehr zu sehen, aber auch nicht viel.
    Immerhin habe ich ein Marienküken gesehen und sogar einen Vierpunkt, nicht die invasiven Asiatischen

    Ich bin ja beim NABU und da gibt es viele Infos auch für jeden von uns praktizierbar.
    Danke für deinen richtig guten Beitrag, liebe Maren
    LG Brigitte

    • Seit gut 20 Jahren Jahren dokumentiere ich per Makrofotografie die Artenvielfalt im Teufelsmoor, nicht wissenschaftlich, nur aus Hobby – und fast all die etwas selteneren Schmetterlingsfotos auf meiner Webseite http://www.teufelsmoor.org sind vor Jahren aufgenommen worden. Die Falter sind nun verschwunden oder so dezimiert, dass man sie als normaler Spaziergänger nicht mehr zu sehen bekommt. Grüsslies – Maren. P.S. ich zähle Gartenvögel am Freitag.

      • Ich mache mit am Freitag.
        Ich bin auch entsetzt über das Verschwinden der Arten.
        Die meisten Menschen merken es nicht mal, oder es ist ihnen egal.
        Bis morgens keine Vögel mehr singen, dann werden auch die Ignoranten aufwachen, aber dann ist es zu spät.
        falls du magst, kannst du das auch unterschreiben
        https://aktion.bund.net/europ%C3%A4ische-b%C3%BCrgerinitiative-gegen-glyphosat
        Liebe Grüße,
        Brigitte

      • Supi, hab dich gesehen, aber bei manchen klappt es nicht wegen ihres Browsers, haben die BUND Leute mir per Mail geschrieben, die sollen noch mal versuchen.
        Vögelchen habe ich allerlei hier, aber nur weil ich fütter. Heute hat sich eine Elster an den Spechtfütterer gehangen. Das war ein Bild.
        Freitag im Tierpark Hagenbeck habe ich gesehen, dass mindestens 10 Amseln eine Elster verscheuchten. Sie wollte wohl ein Nest räubern. Das war mir neu, dass Amseln sich zu Gruppen zusammenschließen um Nesträuber zu verjagen.
        Liebe Grüße
        Brigitte

  2. NeuesIch(t) sagt:

    Ja, Du hast so recht! Ich versuche auch im Kleinen etwas zu tun. Insektenhotel, bienenfreundliche Blütenpflanzen usw. Alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts!

  3. autopict sagt:

    Es ist unglaublich wieviel Kleintier im eigenen kleinen Garten umherwuselt, mal mehr mal weniger. Und seit ich dieses Kleintier knipse, fallen mir die Veränderungen mehr und mehr auf. Es ist erschreckend.
    Weniger ist also mehr.

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