Büffel – Buffalo – Tatanka – Bison

 

Den Büffelherden im wilden Westen geht es nicht wirklich gut. Sie leben zwar im Yellowstone NP wild, doch greifen Menschen regulierend in den Bestand der Herden ein.

Daher wurde mit Unterstützung der Lakota-Indianer schon vor vielen Jahren die „Buffalo Field Campaign“ gegründet, mit Sitz in West Yellowstone. Mit der Hilfe von Freiwilligen setzen diese Aktivisten sich für die Rechte der Bisons (Tatanka) ein. Denn in jedem Jahr werden ca. 800 Büffel im Yellowstone gefangen und geschlachtet. Schreckliche Fotos werden auf der Webseite der Buffalo Field Campaign gezeigt.

Auch werden in jedem Jahr Büffel von Farmern geschossen, sobald sie im Winter den Yellowstone Park verlassen und Farmland betreten.

In strengen Wintern mit viel Schnee finden die Herden im Park nicht genügend Gras zum Überleben, also verlassen sie den Yellowstone auf der Suche nach Futter. Die Farmer fürchten, dass  Brucellose sich auf ihre Rinder überträgt, da die Yellowstone Büffel nicht gegen diese ansteckende Krankheit geimpft sind. Die Rinderbarone haben eine mächtige Lobby. Montana und Wyoming sind in unseren Augen so weit und so groß, ganz anders als das enge Deutschland und doch scheint nicht genug Platz da zu sein für Bisons und Rinder.

Mehr Infos – Buffalo Field Campaign

 

Millionen Büffel wurden wie man weiss bei der Besiedelung der USA abgeschossen. Eine kleine Herde hat in der Yellowstone Region überlebt und von dieser Herde sollen alle Yellowstone Bisons abstammen. Auch in Kanadas Nationalparks leben heute wieder Bisons.

Büffel werden heute auch auf Farmen gehalten, ihr Fleisch ist beliebt. Große Herden leben frei, aber geimpft z.B. in South Dakota im Custers State Park und in Utah auf Antelope Island. Das ganze Jahr leben diese Tiere in relativer Freiheit, im Herbst werden sie zusammengetrieben, geimpft und ausgewählte Tiere verkauft und vermarktet. Das ist dann jedesmal ein großes Roundup Spektakel.

Im Mai 2016 unterzeichnete Barack Obama den National Bison Legacy Act, der den Amerikanischen Bison neben dem Bald Eagle zum Nationaltier der USA macht. Bisher hat Trump sein Augenmerk eher auf Deals gelegt, statt auf den Erhalt der Natur. Schaunmermal, wie es weitergehen wird …

Yellowstone Fotos

 

 

Klick ins Bild für eine größere Ansicht. Der kleine schwarze Fleck im Hintergrund des ersten Bildes ist übrigens ein schwarzer Wolf. Die Winterbüffel schaut sich ein Kojote an.

Im Film „glückliche Bisons“

 

 

About fotoblogmarenarndt

Am liebsten Naturfotografie - aber nicht nur....
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14 Responses to Büffel – Buffalo – Tatanka – Bison

  1. Fotohabitate sagt:

    Tolle Bilder und super Video! Ich finde es gut, wenn wir von diesen Dingen aus anderen Ländern erfahren. Alles hängt in einer globalen Welt zusammen. Doch zuallererst sollten wir erst einmal vor unserer eigenen Haustür fegen. Denn trotz Aufklärung gibt es da einiges zu tun. Ich war gestern bei unserer Kolonieversammlung. Erschreckend, wie wenig ökologisches Wissen dort besteht!!
    Dir ein schönes Wochenende!

    • https://taz.de/Wisente-in-Deutschland/!5581660/
      Soviel zu frei lebenden Bisons in Deutschland. Und wenn ich mich recht erinnere, wurde ein Wisent sofort erschossen, als er von Polen kommend deutsche Lande betrat. Aber ich habe das Gefühl, die Natur beginnt sich zu wehren. Unwetter hier, Brände dort, Dürren und Überschwemmungen treten öfter auf denn je. Ja, wir haben nur diese eine Welt und irgendwo kommt all der Dreck zusammen…
      Dir auch ein schönes Wochenende

  2. Hach, man sollte meinen, dort wäre genug Platz für Mensch und Tier. Aber das ist wohl ein Irrtum.

    • So ist es leider weltweit – der Mensch vermehrt sich rasant, ist gierig und braucht allen Platz für sich. Die Cree Indianer haben damals schon gesagt: „Erst wenn der letzte Baum verschwunden ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!“

  3. Ist wie immer, der Mensch bestimmt wo’s lang geht.
    Aber vermutlich nicht für immer und das finde ich tröstlich.
    In Bayern läuft wieder ein Bär rum
    Was meinst du, was ihm passiert, sollte er den Heimweg nicht mehr finden 😒
    Liebe Grüße ins Teufelsmoor

  4. Interessanter Bericht – dankeschön ! Tröstend finde ich immerhin, dass die Büffel ein einigermaßen „natürliches“ Leben haben und erst zum Verkauf zusammengetrieben werden … danach geht es hoffentlich recht schnell… Der Schock ist natürlich groß, aus Freiheit in Gefangenschaft, dennoch: Die Massenhaltung von Kühen, Schweinen usw. ist viel schlimmer .

  5. Von diesem schrecklichen Zusammentreiben und Abschlachten habe ich schon gehoert und gelesen. Auch davon, dass sie ab dem Moment, wo sie das Gebiet des Parks verlassen, nicht mehr geschutzt sind – die Bueffel genauso wie z.B. auch die Grizzlys oder die Woelfe…. oder jedes andere Tier. Die Leute dort sind gnadenlos! Man koennte schon meinen, dass bei einem so grossen und weitem Land Platz fuer alle da sein sollte!
    Viele Gruesse
    Christa

    • Ich habe Yellowstone und die Buffalo Field Campaign auf Facebook aboniert. So bekomme ich auch im fernen Teufelsmoor einiges mit. Allerdings – wer kann schon meckern, wenn es hier in Deutschland in jedem Jahr mehr Jäger gibt und die Massentierhaltung, die Tierversuche etc, etc unser Land auch nicht besser machen.

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