Von wegen Magie der Moore

Auf der Suche nach dem Schmetterling des Jahres war ich bei herrlichem Schmetterlingswetter zum Naturschutzgebiet Torfkanal. Und als ich dort ankam, starrte ich ungläubig auf den völlig zerstörten Wanderweg zum Naturschutzgebiet. Blanke Gewalt hat dort Weg, Natur und Hecken, Schutzräume für allerlei Getier, zerstört. Manche Landschaftsschutzmaßnahmen, oder wie immer sich sowas nennen mag, sind mir auf ewig ein Rätsel.

(Bildvergleich: früher und heute)

Nun denn, so eine brachiale Gewalt gegen die Natur heilt nur die Zeit, wenn überhaupt. Meinen kleinen grünen Schmetterling habe ich dann doch noch gefunden.

 

Brombeerzipfelfalter – Schmetterling des Jahres 2020

 

Hat man sich dann zum Torfkanal durchgeschlagen, darf Natur wieder Natur sein. Es ist Frühling und es grünt so grün und dazu paßt dann auch der kleine Brombeerzipfelfalter.

 

 

 

 

 

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Am liebsten Naturfotografie - aber nicht nur....
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6 Responses to Von wegen Magie der Moore

  1. Oje, in Grund und Boden „gepflegt“… 😦 Schön, dass Du den Schmetterling dann noch gefunden hast. Er ist wunderhübsch.

  2. Wenn ich nur das 2. Bild sehen würde, dann würde ich sagen, dass das ein netter Wanderweg ist. Wenn ich Bild 2 allerdings mit Bild 1 vergleiche, dann bin ich schon entsetzt. Da war wohl jemand sehr, sehr eifrig! Schade! Eigentlich könnte man bei den Leuten, die diese Wege instand halten, schon mehr Fingerspitzengefühl und Rücksichtnahme auf die Natur erwarten!
    Dein Schmetterling ist ja erstaunlich, so richtig zartes Frühlingsgrün!
    Viele Grüsse
    Christa

    • Der nette Wanderweg war voller Schutt und Stöcker, sehr sandig und wenn es regnet, wird er erstmal gar nicht zu begehen sein, da matschig ohne Ende. Jepp, der lütte Schmetterling ist entzückend in seinem Smaragdgrün. Grüsslies zurück – Maren

  3. ich bin auch immer mal wieder schockiert über solche Maßnahmen … vergesse aber dabei oft, dass wir nicht mehr in wilder Natur leben sondern vieles rund um uns herum menschengestaltet ist … denn wenn nicht ab und an der Weg frei gemacht würde … er wäre längst nicht mehr … entweder es finden sich Enthusiasten, die nach Feierabend und an Wochenenden diese Arbeit Stück für Stück vorsichtig erledigen … oder die Forst- oder sonstige Arbeiter gehen einmal im Jahr durch … aber dann wird es eben so … alles andere wäre „unfinanzierbar“ und dann wahrscheinlich längst weg, weil unwirtschaftlich …. leider …. Gruß .. Robert

    • Naja, wir sollten aber doch einvernehmlicher mit der Natur handeln, oder die Natur zumindest in und um Naturschutzgebieten sich selbst überlassen. Für Wanderer wäre der Weg noch Jahre gut begangbar gewesen – für Trecker allerdings sicher nicht mehr lange. Was passiert, wenn wir die Natur mehr und mehr ausbeuten, das erleben wir gerade. Wir sind verloren, ohne die Natur, die Natur dagegen erholt sich schnell, wenn wir mal nicht mehr sein sollten. LG zurück – Maren

      • da gebe ich dir vollkommen recht … bei Beidem … die Natur braucht uns sicherlich nicht … ich glaube in einem Matrix-Film werden die Menschen mit Krebs verglichen … ungehemmtes Wachstum ohne Rücksichtnahme und schlussendlich die eigene Grundlage zerstörend, um dann genau daran zugrunde zu gehen …. Gruß .. Robert

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