Zeit der Kegelrobbenbabys

Fotofreunde aus Helgoland berichteten mir jetzt vom ersten Kegelrobbennachwuchs am Strand der Düne.

Keine Touristen sind zur Zeit auf der Insel. Die Tiere werden die Ruhe sicherlich genießen. Bei den Menschen weiss ich das nicht so genau, Corona verändert den Alltag sehr und nicht immer zum Guten.

Ich erinnere mich spontan an meine Winterreise auf die Insel – aus der Zeit, als wir noch reisen durften.

Ich stand damals im eisigen Wind und Schneetreiben am Strand der Düne, bepackt mit der schweren Kameraausrüstung und war einfach nur fasziniert von dem Anblick der knuffigen Kegelrobbenbabys. Da lagen neu geborene Tiere im frisch gefallenen Schnee und wurden von den Müttern gesäugt, aber da waren auch schon ältere Babys, die bereits ihr weisses Fell verloren und Abschied nehmen mußten von der Mama. Jedenfalls kam es mir so vor, als ich damals diese beiden sah, die sich annäherten, sanft begrüßten und dann auseinander robbten. Es sah aus wie ein letztes Abschied nehmen.

Kegelrobbenbabys werden nur etwa 3 Wochen von den Müttern gestillt, dann haben sie durch die fettreiche Milch schon gut zugenommen, wiegen um die 50 Kilo und müssen allein klar kommen. Das Leben als Kegelrobbennachwuchs ist nicht immer leicht, aber die meisten schaffen das, die Bestände auf Helgoland nehmen beharrlich zu.

Die Insulaner genossen den frischen Schnee. Das gibt es so nicht jeden Winter auf der Insel in der Nordsee, Ski laufen und rodeln 😉

*

Es gibt Zeiten, da tun Erinnerungen ganz besonders gut. Corona ist inzwischen in meinem kleinen Dorf angekommen, in der Nachbarschaft und in der Schule.

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Am liebsten Naturfotografie - aber nicht nur....
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10 Responses to Zeit der Kegelrobbenbabys

  1. wasserundeis sagt:

    Ich glaub in der Kombination ist das etwas sehr besonderes. Wann liegt auf Helgoland schonmal Schnee? Ob das überhaupt nochmal was wird?
    Ich muss das auch noch mal sehen 🙂

  2. Fotohabitate sagt:

    Die sind soo süß anzuschauen! Und der Schnee hat eine ganz besondere Wirkung auf die Szenerie. Mit den bunten Häusern könnte man glatt meinen, man ist in Norwegen!
    Und jetzt heißt es noch durchhalten… Licht am Tunnel ist schon zu sehen!! LG Simone

  3. wattundmeer sagt:

    Helgoland im Schnee – das ist sicher selten. Kannst Du dich noch erinnern, wann das war? Und so süß die Kleinen!

  4. Schöne Bilder und ein schöner Bericht! Das würde ich auch gerne mal erleben!
    Wie schön, dass du auf solche Erinnerungen zurückgreifen kannst!
    Ich wünsche dir, deiner Familie, den von Corona Betroffenen und deinem Dorf alles Gute und hoffe, dass ihr diese Krise gut überstehen werdet!
    Liebe Grüsse
    Christa

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