Fressen und gefressen werden

Bunt ist die Heide und schön und doch geht es mörderisch dort zu.

Ich fand eine hübsche kleine Raupe inmitten vieler Heideblüten. Sie trug eine grüne Last auf ihrem zarten Rücken mit sich herum. Die Larven einer Schlupfwespe waren gerade aus ihr heraus gekrochen. Bisher haben sie ihre Zeit damit verbracht, die Raupe von innen aufzufressen, ohne sie zu töten. Dennoch wird die Raupe nicht mehr die Kraft haben, sich zu einer Heidekraut Bunteule zu entwickelt. Sie wird sterben, ausgesaugt von innen von den Larven, die eine Schlupfwespe mit ihrem Legebohrer in der Raupe abgelegt hat. Sag noch einer, Natur ist nicht grausam – ist sie.

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In diesem Jahr gab es so viele Wespen/Zebraspinnen wie noch nie zuvor in der Heide. Im Niedersandhausermoor und auch im Hagener Königsmoor fand ich sie dicht an dicht und sie hatten schon wieder in Kokons für Nachwuchs gesorgt. Hübsche Fotomodelle sind sie ja, aber sie sind auch heimtückische Räuber. Schmetterlinge und Grashüpfer verfangen sich in ihren Netzen, aber auch Bienen und Hummeln.

Eine Schlupfwespenart ist auf diese Spinnen spezialisiert. Sie legt ihre Eier in den Kokons ab und die Larven fressen dann die Spinneneier. Fressen und gefressen werden.

Kommt gut in die neue Woche.

Und klickt ins Bild für eine größe Ansicht.

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Am liebsten Naturfotografie - aber nicht nur....
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10 Responses to Fressen und gefressen werden

  1. Fotohabitate sagt:

    Excellent Bilder, liebe Maren! Super beobachtet!! 👍👏👏

  2. Faszinierende Bilder, besonders die von der Raupe mit der Larvenlast auf dem Rücken!
    Liebe Grüße
    Ines

  3. Die arme kleine Raupe – aber, wenn die Natur das so eingerichtet hat, dann wird es wohl seinen Sinn haben, auch wenn wir es als grausam empfinden!
    Viele Grüsse
    Christa

  4. Gut beobachtet und tolle Fotos – Danke ! LG Birthe

  5. Wahnsinnsbilder! Schön und gruselig zugleich. So hat jeder seinen Platz in der Natur und keine Art soll sich zu sehr vermehren.

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