Tod im Moor

Killing me Softly

In den vergangenen heißen Wochen ging das Leben im Moor so seinen Gang. Fressen und gefressen werden. Ich hatte diese Woche auch wieder Zeit für more Moor und ein paar Makros.

Der Sonnentau ist nicht ganz ungefährlich. Und so gibt es auch für unvorsichtige Schmetterlinge kein Entkommen, haben die klebrigen Tentakel erstmal zugeschlagen. Dabei war der Tod des hübschen Bläulings hier völlig sinnlos, die Klebetentakel der fleischfressenden Moorpflanze erreichen nur Flügel und Beine, nicht den Körper.

Sonnentau fängt Bläuling

Besonders viele Wespenspinnen, auch als Zebraspinne bekannt, gibt es in diesem Jahr im Moor. Dieser Einwanderer hat sich seit Jahren hier etabliert und er scheint gefühlt stellenweise sogar alle anderen Spinnen zu verdrängen. Fotogen ist die hübsche Spinne ja, keine Frage. In der Heide ist zur Zeit Kokon an Kokon dicht an dicht verklebt, in denen die Eier der nächsten Zebraspinnengeneration heranreifen.

Wespenspinne mit Opfer
Wespenspinne mit Vorratskammer
Eierkokon der Wespenspinne

Zeit der Heideblüte – an manchen Stellen ist in diesem Sommer die Heide leider auch vertrocknet.

Wer genauer hinschaut sieht es, unter dem kleinen Fuchs lauert der Tod. Ich konnte ihm nicht mehr helfen. Die Kreuzspinne hatte Hunger und tötete blitzschnell. Natur ist grausam, ja das wußte schon die Biene Maya.

Die schwarze Heidelibelle unten im Bild war dagegen schon tot, als ich die Szene fotografieren konnte.

Kleiner Fuchs im Netz der Spinne
Schwarze Heidelibelle im Netz der Kreuzspinne

Kommt gut und friedvoll durch die neue Woche. Es wird nicht mehr so heiss sein. Bei uns hat es seit Wochen nicht mehr geregnet. Dabei zogen am Samstag in Sicht – und Hörweite mehrere Gewitter an uns vorüber. Regen bringt Segen – aber schon lange nicht mehr in meinem kleinen Dorf. Sogar auf dem großen Golfplatz ganz hier in der Nähe ist der sonst immer smaragdgrüne Rasen in diesem Jahr braun – na sowas.

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Am liebsten Naturfotografie - aber nicht nur....
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12 Responses to Tod im Moor

  1. bohlmeise sagt:

    Faszination wechselt mit Grauen ab. Fotos die schön sind, aber eben auch gruselig in der Tat!

    Liebe Grüße,
    Syntaxia und Felix

  2. Wunderschöne Bilder. Den Eikokon der Wespenspinne habe ich noch nicht gesehen, vielleicht war ich zu sehr auf die Spinnen konzentriert.

  3. Auch ich sende Dir und Deiner Heimat in Gekanken etwas Regen und hoffe, er materialisiert. 🌧🌧🌧

  4. Dieser Beitrag ist jetzt im Reader erschienen! Hoffen wir mal, dass es so bleiben wird.
    Deine Bilder sind beeindruckend und ich hoffe für dich, dass es bald mehr regnen wird!
    VG
    Christa

  5. Wow, tolle Aufnahmen! Die Wespenspinne sieht ja wirklich hübsch aus – und gruselig für mich als Spinnenphobikerin 😬

  6. Fantastische Bilder 🙂

  7. Hallo Maren,
    tolle Fotos und tolle Einblicke in die Grausamkeit der Natur… Aber auch das gehört dazu… Die Zebraspinne scheint sich ganz schön auszubreiten… Hoffentlich verdrängt sie die einheimischen Insekten und Spinnen nicht.

    Regen wäre bitter nötig, auch hier hat es nicht geregnet… Immerhin scheint die allzu große HItze nachzulassen, wenigstens etwas Erleichterung.

    Einen schönen Restsonntag und liebe Grüße, Birthe

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