Von einer Eisenbahn zur anderen …

Wer in Amerikas Westen unterwegs ist und noch dazu historische Eisenbahnen liebt, dem ist unbedingt zu empfehlen, den Golden Spike National Historic Park in Promontory/Utah nicht weit entfernt von Salt Lake City zu besuchen. Dort trafen sich am 10. Mai 1869 die Central Pacific und die Union Pacific. Diese beiden Eisenbahngesellschaften hatten unter schwersten Bedingungen Schienen quer durch Amerika verlegt, die Central von Westen kommend und die Union von Osten kommend. Als diese Eisenbahn erstmal regelmäßig den Betrieb aufgenommen hatte, war in Amerika bald nichts mehr so, wie es ursprünglich war. Die Besiedelung des riesigen Landes nahm seinen Fortgang. Verlierer waren die Indianer und die Natur. Büffelherden wurden gnadenlos vom Zug aus abgeschossen und so fehlte den Indianer die Nahrungsgrundlage. Die dezimierten Stämme wurden in Reservate gedrängt und die Besiedelung des Lands nahm ihren Fortgang, schneller als je zuvor fluteten Menschenmassen von Ost nach West.

Wilde Büffel leben heute wieder im Yellowstone NP, nachdem sie nahezu ausgestorben waren. Und auf Antilope Island, einer Insel im großen Salzsee. Aber davon später mehr.

Im Museum kann man sich einen etwa  20minütigen Film anschauen, der in Originalaufnahmen die Geschichte der Central Pacific und Union Pacific zeigt, so wie sie war. Unbedingt sehenswert.

Auf Amazon Prime gibt es die Serie „Hell on Wheels“. Die Serie handelt von eben diesem Eisenbahnbau – wer mag, mag streamen …

Die Original Lokomotive Jupiter steht übrigens wunderschön restauriert im Smithsonien America National Historic Museum in Washington, Lok 119 ist dagegen spurlos verschollen. Die beiden Lokomotiven im Golden Spike Park sind prächtige  Nachbauten.

Utah

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Nun aber mal der Reihe nach.

Mit dem Beitrag über „Seattle“ habe ich den ganzen Reiseverlauf auf den Kopf gestellt. Nun mal langsam und der Reihe nach.

San Francisco haben wir gen Osten verlassen, über die Sierra Nevada in Etappen nach Ely, Nevada. Den einsamsten Highway der USA, Highway 50 entlang.  Am Sandmountain Recreation Area habe ich mich wieder gewundert über die lauten Motorsportler dort auf der großen Düne in der sonst so stillen Wüste. Amerika ist ein halt freies Land, Erholungsgebiet sieht für mich allerdings anders aus, ohne Motorengeheul und Gestank. Der Zebraschwanz Leguan teilt sich den Sandberg mit den Motorsportverrückten.

Der Pony Express Trail aus der Zeit, als der Westen noch wild war, nahm damals den gleichen Weg durch die Nevada Wüste wie heute der Highway 50. Einige Schilder weisen darauf hin. Wildpferde oder Burros kann man mit etwas Glück an der Strecke sehen. Nevada hat übrigens die meisten Wildpferde aller USA Staaten. ( zu Wildpferden komme ich später noch einmal ). Die Kleinstädte Austin und Eureka sind auf ihre Weise sehenswert so mitten im Niemandsland und haben sich ihren eigenartigen Charme aus der Gründerzeit  ( 1862 ) erhalten.

Austin, Nevada

 

In Ely machten wir dann den ersten längeren Stopp. Im Great Basin National Park hoch oben auf dem Berg Wheeler waren unglaublich viele Schmetterlinge unterwegs. In meiner Kindheit flatterten auch bei uns so viele Schmetterlinge. Ich kann mich gut daran erinnern, an diese wunderbare Artenvielfalt überall in Wiesen, Gärten und Wäldern. Doch die bunten  Zeiten sind lange vorbei, wie schön, dass es das wenigstens an manchen entlegenen Orten noch gibt.

 

Soviel Natur und Einsamkeit auf dem Mount Wheeler  zu erleben, das war gesund für Seele und Gemüt. Und so konnten wir uns genüsslich dem Rauch einer alten Dampflok aussetzen  ;-).

Um 16:30 h haben wir den historischen Zug der ehemaligen Nevada Northern Railway genommen,  von Ely aus zu den Robinson Kupferminen vor der Stadt. Wir wurden ordentlich durchgeschaukelt und husteten im Rauch. Aber schön nostalgisch war es. Wie unbequem das Reisen doch früher war. Im wunderschönen Bahnhof von Ely ist ein Eisenbahnmuseum untergebracht, heute ein National Historic Landmark .

 

Kommt gut durch das bevorstehende Wochenende …

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Klick ins jeweilige Foto für eine größere Ansicht.

Nevada

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Seattle

Städte meide ich im Urlaub. Backcountry USA ist (noch) so weit und die Natur aufregend. Es gibt  allerdings Ausnahmen, Las Vegas z.B. wegen der Möglichkeit tolle Nachtaufnahmen zu machen ist immer ein Reisehighlight. In diesem Jahr konnten wir Seatlle nicht bloß einfach umfahren, nein – da lockte mich das farbenprächtige Museum MoPop,. Frank Gehry Architektur. Und Frank Gehry Architektur lockt mich immer. In diesem Fall ist die Architektur auch noch ganz besonders bunt und jeder Winkel sieht anders aus. Die Panoramen zeigen Vorder – und Rückseite. Als wäre es nicht das gleiche Gebäude.

Wir sind auch mit einem der 3 Fahrstühle auf die berühmte Space  Needle gedüst. Der Aussichtsturm steht gleich neben dem Museum. Das Wetter war allerdings grau in grau und der Mount Rainier liess sich nicht blicken.

Schade, wir kamen ja direkt vom Mount Rainier National Park und ich kann nur sagen, der 4392 m hohe Vulkan  ist unglaublich beeindruckend und bei Sonnenschein auch von Seattle aus gut zu sehen. Nun, man kann nicht alles haben, wenigstens regnete es nicht.

Später sind wir zu Fuss durch die Stadt gelaufen, zuerst zu Amazon Spheres, dem tropischen Gewächshaus zwischen den Amazon Scyscapers. Rein kamen wir nicht, Karten gibt es in geringer Zahl im Vorverkauf, für ein Selfie reichte es aber 😉 Dann weiter zur Waterfront, quer durch Downtown. Mich erschütterten unterwegs die vielen Obdachlosen, die Drogenabhängigen und Bettler auf den Straßen. Die Stadt des Jeff Bezos und des Bill Gates hat also auch Sorgenkinder. Ob sich um diese viel gekümmert wird, man weiss es als Tourist nicht. Die Menschen, die sich im Amazon Viertel drängelten sahen anders aus, Geschäftsleute, auch viele fotografierende Touristen sahen wir dort. Unseren Leihwagen hatten  im Parkhaus gegenüber der Bill Gates Stiftung in der Nähe des besagten Museums geparkt. Die Parkkosten waren moderat, da zahlt man in San Francisco ganz andere Parkgebühren. Ob sich die Bild Gates Stiftung auch um heimische Obdachlose kümmert, ist mir nicht bekannt.

Washington

Ein Link zu meinen Bilder auf der Webseite

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Alles hat ein Ende

So, Urlaub vorbei, der Alltag hat mich wieder.

Wo fange ich an – über was schreibe ich zuerst. Ich finde keinen Anfang. Soll ich erst vom  traurigsten Moment der Reise berichten, das Lieblingsbild zeigen, Tierbilder, Eisenbahnen, oder wie oder was. Ich muss erst noch sortieren, meine Bilder und meine Gedanken.

Einen Monat und einen Tag USA – da gab es Stadtansichten, Landansichten, Nationalparks, Tiere, Wälder, Wasserfälle, Leuchttürme, Aussichtstürme, Museen und so weiter. Fast jeden Tag on the road und das Land ist riesig, das Land ist weit, da kommt manche Meile zusammen.

Eine Reise unternehme ich dreimal. Die erste Etappe ist die Vorbereitung, sehr spannend immer. Dann kommt die tatsächliche Tour, die dann übergangslos in  die dritte Etappe geht. Nun werden die Reisefotos gesichtet und aufbereitet. Und in dieser dritten Etappe stecke ich zur Zeit fest.

San Francisco am 26.9.2019, ich beginne mit dem letzten Tag der Reise … 😉

Und Worte dazu spare ich mir …

😉

 

 

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Offene Ateliers 2019

Ja ich weiss, es war lange still hier auf meiner Seite ..
Ich war verreist und ich brauchte auch wirklich eine Pause. 

Nun geht es weiter, zunächst mit den offenen Ateliers 2019 auf
Gut Sandbeck. Nachdem ich im vergangenen Jahr die offenen Ateliers
geschwänzt hatte, bin ich diesmal wieder dabei.
Ich bringe gute Laune mit, Infrarotfotografien,
Makrofotografien und Fotopaintingbilder..

See you 

Demnächst dann wieder mehr im Blog u.a. Reiseberichte und Fotos. 
Hab wieder echt Bock auf Blog ;-)

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2020 kommt schneller als man denkt

 

Ich bin ja jedes Jahr wieder fix  gespannt auf meinen großen Worpswede Kalender. Bereits ein Jahr vorher im Herbst stelle ich Bilder für den Kalender zusammen und schlage sie dann dem Verleger vor und in jedem Jahr sucht der Verleger andere Fotos von mir für den besagten Kalender aus. Geschmäcker sind halt verschieden und das ist auch gut so.

Ich hoffe, Euch gefällt der Kalender, so wie er ist.

Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude

http://www.atelierbauernhaus.de/Atelier_im_Bauernhaus/Kalender/Seiten/K217_Landschaft_Worpswede_2020.html

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So ganz nebenbei habe ich heute im Calvendo Verlag einen Worpswede Landschaftskalender mit meinen Infrarot Fotos genehmigt bekommen. Man gönnt sich ja sonst nichts – Infrarot ist in jedem Sommer mein Steckenpferd, nach den Makros natürlich und Calvendo darf jeder kostenlos. Und ist ganz einfach ….

Wer´s noch nicht kennt – hier der Link und dann ran an Eure Fotowerke.

https://www.calvendo.de/

 

 

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News

Was sonst noch so los war und ist in der letzten Woche und heute …

 

Die vierteljährliche Redaktionssitzung vom Heimat-Rundblick fand am vergangenen Wochenende im Café zum Brinkhof statt. Das urgemütliche Kaffee im Familienbetrieb im Teufelsmoor hatte wieder himmlische Torten und leckeren Kuchen im Angebot. Ich habe das historische Ambiente und Kaffee und Kuchen sehr genossen. Nebenbei waren alle Redakteure wieder fleissig. Das nächste Heft erscheint im Oktober mit vielen regionalen Artikeln, die unsere Heimat betreffen.

Cafe zum Brinkhof

Der Heimat-Rundblick ist erhältlich  in der Museumsanlage Osterholz Scharmbeck und in Worpswede im Barkenhoff sowie in der Buchhhandlung Netzel.

Heimat Rundblick online bestellen

 

Heute findet die HammeNacht statt. Das Wetter ist momentan zwar nicht ganz so wünschenswert, aber es ist nicht kalt und die Aussichten: es kann nur besser werden. Viel Spaß allen, die mitmachen.

 

Torfkahn mit Licht und Laternen im Abendlicht (mit viel Phantasie) – romantisch.

HammeNacht 2019

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Einmal im Jahr – mindestens …

Einmal im Jahr mindestens besuche ich Tanja Askani und ihre Wölfe im Wildpark Lüneburger Heide. Tanja und ich kennen uns seit vielen Jahren, damals hießen die Polarwölfe „Nanuk“, „Cheenook“ und „Flocke“. Die Grauen, das waren „Daylight“ und „Shadow“. Meine Erinnerungen an diese wunderbaren Tiere verblassen nie. Aber nun ist die Zeit eine andere und die Wölfe sind andere. Wobei „Nanuk“ sagenhafte 16 Jahre alt geworden ist.

Die Weißen „Nitika“ und „Inuk“ und die Grauen „Petja“ und „Kolja“ sind dankbar für jede Streicheleinheit von Tanja. Diese Wölfe sind Handaufgezogen und in ihren Vorträgen erklärt Tanja auch warum das in Zoos und Wildparks durchaus seine Vorteile hat. Ein Besuch im Wildpark ist immer ein Erlebnis, den neuen Baumwipfelpfad finde ich allerdings eher überflüssig.

 

Tanjas Wölfe

Infos zu Tanjas Wölfen im Link zu ihrer Webseite.

 

Ein Besuch im Wildpark Lüneburger Heide bedeutet für uns immer einen Tagesausflug planen. Und seit einigen Jahren begleiten uns unsere beiden Enkel. Dank der Märchenstunden um Rotkäppchen hatten die Jungs Angst vor Wölfen, das hat sich gebessert. Bei uns im nahen Wald lebt ein Wolfsrudel, uns ist aber noch keines dieser scheuen Tiere begegnet. Tanja erklärt auch, wie man sich bei einer Begegnung mit wilden Wölfen verhalten soll. Z.B. respektvoll und unaufgeregt Abstand halten. Die Wölfe bemerken uns viel eher als wir sie bemerken. Und in der Regel lassen sie sich nicht blicken und bleiben im Unterholz

Wir haben natürlich auch viel Zeit auf den tollen Spielplätzen im Park verbracht und  die Greifvogelvorführung besucht. Beeindruckend waren die beiden Virginia Uhus mit ihren großen Kulleraugen und sie flogen nur Millimeter über unsere Köpfe hinweg,

 

 

Kommt gut in die neue Woche ….

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Das Leben ist nicht immer fair

Die „Libelle des Jahres 2019“, die schwarze Heidelibelle, frisch geschlüpft im zarten Gras am Teich, federleicht und leider flugunfähig. Das Leben ist  nicht immer fair. Flügel und auch Körper hatten sich nicht perfekt aus der Larvenhülle befreit. So ein Unglücksinsekt tut mir immer leid,  denn helfen kann man nicht. So bleibt den Kunstfliegern nur, zu verhungern oder gefressen zu werden, ohne jemals den pfeilschnellen Flug durch die Lüfte erlebt zu haben.

Ich habe in meinem Archiv nach weiteren Libellen in so einer misslichen Lage gesucht. Hat man einen Gartenteich, hat man bald auch Libellen und kann im Laufe der Sommer so einige Fehlstarts in Leben beobachten.

 

Dem Weibchen der frühen Adonisjungfer blieb nur ein Sonnenbad.

 

Die große Pechlibelle hat noch nicht einmal dieses kurze Glück in ihrem Libellendasein. Sie schlüpte an einem Regentag  und hatte nicht die Kraft und die Möglichkeit ein geschütztes Plätzchen aufzusuchen.

 

Die Smagagdlibelle traf es nicht ganz so heftig, aber zum Jagen reichte die Flugkunst mit dem kaputten Flügel nicht. Am Ende des Tages wurde sie vom Frosch gefressen. So hatte ihr Landleben dennoch einen Sinn.

 

Libellen leben als Larve im Wasser, bevor sie an Land kommen, sich häuten, trocknen und dann,  wenn alles gut geht, ihre Fliegerlaufbahn starten.

 

Zum besseren Verständnis – eine Libelle (Mosaikjungfer) schlüpft aus ihrer Larvenhaut.

 

 

 

 

 

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Sie sind wieder da…

Die kleinen hübschen aber lästigen Rhododendronzikaden…

In diesem Sommer treten sie gar in Massen auf und ich wünsche mir noch jede Menge mehr Spinnen. Auf dem Foto ist eine Baldachinspinne aktiv als Zikadenkillerin.

Wespen treten übrigens nun auch in Massen auf und haben mich gerade von der Terrasse an den PC vertrieben 😉

 

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