Erinnerungen

10 Jahre Word Press Blog

Gammaeule auf Glockenheide

Damals vor 10 Jahre steckte ich noch mitten im Entdeckermodus. Mit der Digicam auf Tour. Es galt all die kleinen Schönheiten des Teufelsmoores zu entdecken, bevor sie möglichereise verschwunden sind. Und es ist leider wahr geworden, viele Insekten und Blümchen, die es damals noch fand, sind heute größtenteils weg. Auch die so hübsche Glockenheide ist selten geworden. Es ist schon ein Riesenglück sie zu sehen in kleinen, vereinzelten Beständen. Manche Naturjuwelen aber sind gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Die Gründe dafür sind bekannt und vielfältig.

Alle diese Fotos sind aus dem Jahr 2011 und früher. Damals war die gerandete Jagdspinne häufig im Huvenhoopsmoor zu finden. Seit Jahren sehe ich kein einziges Exemplar mehr dort. Glück vielleicht für die Libellen, sie haben einen Fressfeind weniger.

Gerandete Jagdspinne
Atylotus loewianus

Nie wieder gesehen habe ich diese hübsche grünäugige nicht stechende Bremse naschend am süßen Nektar der Heideblüten. Sie ist hier so selten, dass sie noch nicht einmal einen deutschen Namen bekommen hat. Atylotus loewianus wie exotisch das klingt.

Und wer hat schon jemals einen großen Moschusbockkäfer gesehen. Er braucht tote oder morsche Bäume, in denen sich die Larven entwickeln können, am liebsten in alten Weiden. Wo findet er die schon noch. Und wo findet man noch Blüten, auf denen es vor Insekten nur so wimmelt.

Moschusbockkäfer

Zu den Gewinnern der Arten zählen eindeutig die Kraniche. Sie haben sich gut vermehrt. Eine Zählung vor 14 Tagen hat ergeben, dass sich ca. 37 000 Vögel auf den abgeernteten Maisfeldern tummelten. Die Maismonokultur bietet den großen Vögeln jede Menge Nahrung auf ihren Zügen im Herbst in den Süden.

Kranich

Ich hätte das kleine 10jährige glatt vergessen, wäre da nicht eine nette Nachricht von Word Press gewesen. Und fast zeitgleich hat Simone – FOTOHABITATE auch 10jähriges zu zelebrieren. Was für nette Bekanntschaften man doch macht beim Bloggen 😉

Fotohabitate

Auf diesem Wege ein dickes Danke schön an alle, die mir so lange schon folgen.

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Bremen ist bunt

Alte Gilde – Handwerkskammer.

Jedenfalls noch an diesem Wochenende.

Lichtertreiben – Bremer Karneval

Aber ohne das zauberhafte „Lichtertreiben“ des Karnevalvereins. Von daher wird Bremens gute Stube wohl nicht wieder so voller Menschen sein, wie am vergangenen Wochenende.

Wegen der extrem steigenden Coronazahlen ist das auch besser so. Wer hätte gedacht, dass Corona nochmals so heftig zurück kommt. Hier im Norden zeigt die Pandemie noch moderate Züge. Mir wäre wohler, wenn sich endlich alle impfen liessen, bzw. impfen lassen können. Die Kleinen in Kitas und Schule dürfen ja immer noch nicht.

Hier sind einige bunte Bilder aus Bremens guter Stube. Farbe ist hübsch und bunt ist angesagt. Die Domglocken sind im Video zu hören. Ich bin im Dom konfirmiert worden – die Glocken des Doms zu hören, ist für mich immer wieder sehr emotional. Die Leichtigkeit des Seins in bunten Bildern. Enjoy …

Kommt gut durch das Wochenende und bleibt gesund.

Kirche Unser Lieben Frauen
Dom
Handelskammer und Baumwollbörse
Handelskammer
Domglocken läuten
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Die Bremer Stadtmusikanten

Shadow on the Wall – 3mal Stadtmusikanten

Am Wochenende war Bremen in buntes Licht getaucht. Dazu erschienen märchenhafte Phantasiegestalten in illuminierten Kostümen rund um Rathaus, Marktplatz, Dom und Domsheide. Beieindruckende Stelzenläufer und viele Künstlerinnen und Künstler mit Masken, Akrobatik, Musik und Feuershows ließen die Zuschauer staunen. Ein Hauch von Samba Karneval, der ja wegen Corona ausfallen mußte.

Was also für ein irrer Versuch von mir, an einem solch illustren Abend die Stadtmusikanten fotografieren zu wollen. Fragt mich lieber nicht, wie lange ich warten mußte, bis endlich keine oder zumindest wenige Besucher dort standen für ein Selfie mit Esel. Ich dagegen wollte doch nur Schatten – schließlich stand die aktuelle Veranstaltung unter dem Thema: „Licht und Schatten“. Und wann hat man dort in der Rathausecke schon mal so helles, buntes Licht.;-)

Das große Lichtertreiben des Bremer Karneval Vereins und die Lightshow der Bremer City Initiative lockten sehr viele Zuschauer rund um das Rathaus und somit auch zu den Stadtmusikanten.

Schattenspiele
Licht und Schatten

Es soll Glück bringen und Wünsche erfüllen, dem Esel über die Nase zu streicheln oder seine Hufe zu berühren. Beides glänzt inzwischen wunderschön goldig. Ich würde gern mal wissen, wie viele Wünsche unerfüllt blieben. Durch Grimms Märchen wurden die Stadtmusikanten zu einem weltbekannten Symbol der Stadt Bremen. Der Künstler Gerhard Marcks schuf Esel, Hund, Katze und Hahn im Jahre 1953

Glücksbringer

Ich war seit Februar 2019 aus vielerlei Gründen nicht mehr in meiner Geburtsstadt. Die Bratwurst schmeckt noch. Rund 15 Minuten mußte ich auch dort anstehen, ALLE wollten eine Bratwurst 😉

Bremen ist noch bis zum 14. November Abend für Abend illuminiert, allerdings ohne Lichtgestalten.

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Märchenhafter Herbsttag im Kratteichenwald

Der Buchholzer Kratteichenwald liegt gleich hinter der Teufelsmoorgrenze im Landkreis Rotenburg in einem Waldstück das zum Holzberg gehört, einem Geestrücken zwischen Wilstedt und Buchholz.

Ich muss gestehen, ich bin noch nie dort gewesen. Das war ein Fehler. Die Gruppe uralter Eichen in einem privaten Wald nahe einer alten ausgedienten Kiesgrube ist einfach nur wunderbar sehenswert. Und einen sonnigen Herbsttag sollte man sowieso im Wald verbringen. Am Rande der Kiesgrube kann man parken und ein kurzer Weg führt direkt zu den als Naturdenkmal ausgewiesenen bizarr verformten Stiel-Eichen. Das bunte Herbstlaub schmückt die Bäume auf ganz besondere Art und Weise. Herbst im Kratteichenwald, doch ich bin mir sicher, ich komme wieder, zu jeder Jahreszeit.

Geo-Koordinaten:
E9°5.5761′ / N53°10.3204′

Ich finde es sehr schade, dass rund um die alten Bäume Brombeergestrüpp und mehr ungebremst wuchern darf. Es scheint sich niemand wirklich um das historische Waldgebiet zu kümmern. Auch die dort vorhandenen Hügelgräber sind nicht zu entdecken, sie wurden im Laufe der Jahre von Kiefern und Gestrüpp überwuchert.

Kratt ist die norddeutsche Bezeichnung für einen Niederwald mit kleinen und zum Teil verschlungen verwachsenen Bäumen. Die außergewöhnliche Wuchsform der alten Eichen soll wohl auf den ständigen Verbiss von Ziegen und anderen Nutztieren zurück zu führen sein. In früheren Jahrhunderten wurden die Tiere oft in die Wälder getrieben, um sich ihr Futter selber zu suchen. So fraßen sie vermutlich immer wieder die jungen Triebe der Eichen ab. Es entstanden die eigenwilligen Formen. Der Schönste der Bäume steht völlig frei und wird gern für als Motiv für Hochzeitsfotos mit den Brautleuten genutzt. Ich habe den ganzen Baum nur als Hochkant – Panorama auf ein Bild bekommen.

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Essen und Trinken

Kraniche im Teufelsmoor

Auf den frisch abgeernteten Maisfeldern ist es in diesem Jahr durch den vielen Regen sehr nass. Es ist wie im Restaurant, nach dem Essen gibt es das Getränk gleich vor Ort und die Fotografen haben neue herrliche Fotomotive mit den wunderschönen Vögeln des Glücks. In diesem Herbst meine ich, viele Vögel sind nicht so scheu und zickig wie man es sonst von ihnen gewohnt ist. Sie fliegen nicht gleich weg, wenn das Auto anhält und das Fenster runter geht. Sie tun einfach so, als wäre niemand da.

Klick ins Bild für eine größere Ansicht.

Ganz ehrlich, solche Kranichbilder waren mir bisher kaum möglich, obwohl ich in jedem Herbst raus fahre zu den Vögeln. Die Fotos erfüllen mich mit großer Freude. In diesem Jahr sind außergewöhnlich viele Kraniche hier im Teufelsmoor. Ich hatte darauf gehofft, so dass ich mich in meiner Urlaubszeit auf den Darss nicht um die Vögel bemüht habe.

Da es weiterhin sehr mild ist, werden sie noch eine Weile bleiben. Erfahrungsgemäß sind sie nach dem ersten Frost fast alle verschwunden, weil sie dann nicht mehr in den flachen Gewässern des renaturierten Moores übernachten können. Flache Gewässer sind bekanntlich über Nacht zugefroren. Und gefühlt ist es im Moor ganz besonders kalt. Ich jedenfalls friere immer, wenn ich schon zum Sonnenaufgang dort draußen bin, außer gestern. Noch nie war es so warm wie jetzt frühmorgens Ende Oktober im Moor. Klimawandel?

Wenn man sich anschaut, wie die kräftigen Schnäbel im Maisfeld tief in der Erde nach Nahrung suchen, kann man verstehen, dass sie nach dem Essen gerne einen Schluck Wasser zu sich nehmen. Da kann man nur hoffen, dass die Felder nicht mit Gift und Gülle verseucht sind.

Kraniche im Morgengrauen (unbedingt Ton an)

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Heimat-Rundblick

Die 138. Ausgabe ist nun erhältlich. Seit 1987 erscheint der Heimat-Rundblick vierteljährlich mit spannenden und informativen Artikeln aus den Bereichen Kultur, Geschichte und Natur aus unserer Hamme-Oste-Wümme-Weser Region.

Und endlich gab es nach langer Coronapause wieder eine Redaktionssitzung von Angesicht zu Angesicht. Wir trafen uns in Beckers Gasthaus, in Frankenburg. Das liegt zwischen Lilienthal und Osterholz-Scharmbeck. Es ist doch immer wieder nett, die Redakteure zu treffen und die Themen zu besprechen. Jeder bringt seine eigenen Ideen oder schon fertige Artikel mit und gemeinsam wird daraus das jeweils aktuelle Heft.

Erhältlich ist der Heimat-Rundblick in:

Worpswede: Buchhandlung Netzel

Lilienthal: Buchhandlung Buchstäblich

Osterholz Scharmbeck: Museumsanlage

Und natürlich online zu bestellen, siehe Link.

Zur Online Bestellung Heimat-Rundblick

Gegenüber unseres Tisches hing ein Spiegel an der Wand. Na sowas, diese Tatsache war gut für ein Selfie. Das Team ist wie man sieht, angeregt bei Kaffee und Kuchen in Gespräche vertieft.

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Schlussakkord:

Sommer, Makros und Insekten

Junge Buchenstreckfussraupe

Sturm Hendrik (oder Ignatz) brachte nicht nur viel Regen, er läutete auch endgültig das Ende des Sommers ein. Doch vorher hatte ich noch ein Rendevouz mit einer haarigen Raupe des Buchenstreckfuss Nachtfalters. Auf dem Foto oben ist eine ganz junge Raupe dieser Gattung zu sehen, vor etwa 6 Wochen fanden wir sie in Nachbarsgarten an Himbeerblättern.

Bei uns im Wald stehen mächtige alte Buchen und als ich unter den Bäumen auf der Suche nach Pilzen war (merke: unter Buchen sollst du suchen), fiel mir diese nette ausgewachsene Raupe Buchenstreckfuss direkt vor die Füße. Aus der kleinen schwarzen Raupe im Jugendstadium war eine lindgrüne Schönheit geworden mit Schwänzchen und weichen, rosa Puscheln auf dem Rücken. Sehr vorsichtig nahm ich sie mit heim, wohl wissend, was für ein schönes Fotomodell sie sein würde.

Und das war sie dann auch. Zuerst war die Schöne ein wenig schüchtern, aber nach einer kurzen Weile wurde sie mutiger und zeigte ihr Köpfchen mit den winzigen schwarzen Augen, Sie robbte auf den Rand des Blattes zu, um dann festzustellen, so einfach gab es kein Entrinnen vor mir und meiner Kamera. Nach dem Shooting hatte ich Erbarmen, na klar – und brachte sie zu einer meiner Buchen im Garten. Ich hoffe, sie fand ein gutes Plätzchen zum Überwintern. Den Falter hätte ich ja auch zu gerne mal vor meiner Kamera, leider hat der sich mir bisher nicht gezeigt.

Schaut ihr tief in die Augen, es hat eine Weile gedauert, bis sie mir so freundlich in die Kamera lächelte. 😉

An meinen zuckersüßen gelben Himbeeren, die erst jetzt im Herbst reifen, habe ich auch jede Menge Mitesser. Und der enorme Regen der letzten Tage macht die Ernte auch nicht viel besser. Aber, was soll´s, es gibt Schlimmeres. Frisch und regennass vom Strauch schmecken die Früchte am besten.

Klickt ins Bild für eine größere Ansicht

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Knallbunt

Ischa Freimaak in Bremen – der 985.

Nach langer Coronapause heißt es wieder „Ischa Freimaak“. Es gibt ein paar Auflagen, das Areal ist eingezäunt, es gibt 2 Eingänge. Aber egal – es geht wieder los. Die Gästezahl ist auf 20 000 Personen begrenzt. Es gilt die 3 G Regel. Kinder bis 16 Jahren sind davon ausgenommen. Das Leben fühlt sich ein bisschen normaler an. Es war eine lange Durststrecke für viele Menschen.

Ich erinnere mich, ich habe gerne in den Abendstunden dort bunte Langzeitbelichtungen gemacht, das war in einem anderen Leben, das war vor Corona. Ich krame nun mit großer Freude in den alten Bildern, denke aber nicht, dass ich dem Freimarkt einen Besuch abstatten werde. Diesbezügliche Abenteuer – nun da meldet sich mein Höhlensyndrom immer noch. Wald und Wiese und Moor und Meer – das geht.

Die Fahrgeschäfte ändern sich, immer höher, immer schneller, und wenn die bunten Lichter der Karussels nicht reichen, wird noch buntes Farbpulver verteilt. Geht doch.

So manches bleibt doch bestehen, ist zeitlos. Das gute alte Riesenrad zum Beispiel, die fliegenden Luftballons, die Autoscooter und die Losbuden. Als Kind habe ich mir immer so einen Hauptgewinn gewünscht, den großen Plüschteddy, aber nie hatte ich das Losglück, immer zogen andere Glückliche mit dem Hauptgewinn davon, schleppten die großen Maskottchen über den Freimarkt. Und ich habe auch die Luftballons nicht gezählt, die ich losgelassen habe im Getümmel und die hoch am Himmel verschwanden, auf nimmer Wiedersehen 😉

Kommt gut durch das Wochenende. Vielleicht ja sogar mit einem Freimarktbummel, ich erinnere mich gerade an die verführerischen Düfte der unzähligen Imbissbuden – da ist doch wirklich für jeden Geschmack was dabei 😉

Weiter unten findet ihr einen Link mit wunderbaren historischen Fotos vom Freimarkt und seiner Geschichte. Ich persönlich habe unendlich viele Erinnerungen an den Freimarkt. In meiner Kindheit und dann in der Jugendzeit war es immer der Höhepunkt des Jahres, wenn endlich die 5. Bremer Jahreszeit da war. Später dann Besuche dort mit den Kindern, auch gab es wilde Freimarktsfeiern mit Tanz und feinem Essen im ehemaligen Astoria. Einmal war ich mit dem Enkel auf dem Freimarkt, na, da war es dem jungen Mann ein wenig peinlich mit der Oma in der wilden Maus 😉

In diesem Sinne, allen ein schönes Wochenende.

Wer mag

https://www.weser-kurier.de/bremen/1898-bis-1990-historische-bilder-vom-bremer-freimarkt-doc7e5rslga2k216z3bslic

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Der Ruf der Wildnis

.. oder, lauter Brüller unterwegs

Die Halbinsel Fischland – Darß – Zingst ist in ganz Deutschland bekannt für große Rotwildbestände. Ca. 300 bis 400 Tiere sollen hier ihre Heimat haben. Am Darßer Ort finden sie sich jährlich im Herbst zur Brunft zusammen. Das Imponiergehabe der Hirsche und ihre Rufe besagen nichts weiter, als dass es um das Vorrecht zur Paarung geht. Die Tiere sind nicht scheu, hier im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gibt es keine Jagd. Jäger sind nur die Fotografen.

Fast wie im Yellowstone stehen besagte Fotografen dicht an dicht, bewaffnet mit mehr oder weniger langen Rohren und Brennweiten, aber auch mit Spektiven und Ferngläsern. Die Jagd auf den besten Schuss ist ab Mitte September eröffnet, und seit einigen Jahren schieße ich da eifrig mit. Die Brunftzeit währt von Mitte September bis Mitte Oktober. Allein schon das lautstarke Röhren der kräftigen Hirsche zu hören, ist beeindruckend und bewirkt bei mir Gänsehautfeeling.

Besonders schön ist das Licht in der Abendsonne. Zwischen uns und den Tieren liegt der Darßer Nothafen und dessen Einfahrt. So können sich die Tiere sicher fühlen und benehmen sich auch so. Man kann selber das Geschehen nicht beeinflussen und muss warten, bis sich etwas regt bei den Hirschen. Manchmal schauen nur Geweihe aus dem dichten Schilf. Steigt dann plötzlich ein Tier ins Wasser, rattern in Reihe alle Kameras im Dauerton 😉

Die Kormorane sind weder beeindruckt vom Hirsch, noch von den klickenden Kameras.

Als die Könige des Darßwaldes dann mit den letzten Sonnenstrahlen die Bühne Richtung Meer und Strand verließen, hatten wir noch genügend Zeit, uns auf das Fahrrad zu schwingen und zum Leuchtturm Darßer Ort zu radeln, um dort auch noch am Strand den Sonnenuntergang zu erleben. In diesem Jahr verschwand die Sonne leider immer in einer grauen Seenebelwand. Nun denn, man kann nicht alles haben.

Es hat sich für mich bewährt, abends zu den Hirschen zu fahren, dann sind nicht mehr so viele Leute mit Kind und Kegel und Hunden vor Ort. Es ist wieder Ruhe im Wald, wenn die letzte Darßbahn um 17 Uhr aus dem Wald zurück nach Prerow gefahren ist. Das Röhren der Könige des Waldes ist wieder weit zu hören.

Jeden Abend flog übrigens ein Seeadler vom Meer kommend über den Nothafen. Bevor wir ihn sahen, hatten schon alle Wasservögel fluchtartig die Szene verlassen 😉

Wenn Ihr einen wirklich guten Film über das geheime Leben der Hirsche sehen mögt, dann bitte in den unten stehenden Link klicken. Da waren Naturfilmprofis am Werk, die auch den ersten Platz bei dem Darßer Naturfilm Festival gemacht haben.

https://www.ardmediathek.de/video/erlebnis-erde/das-geheime-leben-der-rothirsche/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2VybGVibmlzIGVyZGUvMDg1NmI5OTAtZThhNi00ZGJjLTgzZTEtMWQzNzc1NjA5MGVm/

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Immer wieder Prerow und die Ostsee

Es ist traumhaft schön dort – Fischland/Darß mit Deutschlands schönstem Strand – dem Weststrand, wo Hirsche und Füchse spazieren gehen und die Windflüchter so herrlich fotogen sind.

Bist Du am Meer, läßt du den Alltag schnell zurück.

Ein Fahrrad brauche ich, meine Kamera und, ganz wichtig, meinen Ehemann – alles Andere findet sich dort. Der Darßer Urwald ist wild und schön, die Fahrradwege gut zu befahren, keine Trecker und Autos unterwegs, nicht im Wald, nicht auf den Deichen und nicht auf den Wegen entlang des Bodden. Ich glaube, nach dem 4. Urlaub dort gibt es keinen Fahrradweg mehr, den wir nicht befahren haben.

Corona war weit weg. Die Luca App wurde überall nachgefragt, Maske tragen wie üblich drinnen und das war es auch schon. Und ein paar Tage ohne Internet, wie erholsam. Das Gefühl kennt ihr auch alle, gell.

Das Wetter hat nicht immer mitgespielt, Sonnenschein, Regen, Sturm – es war alles dabei.

Liebst Du auch den rauhen Wind, der so schön von vorne bläst

So sang Dirk Busch vor vielen Jahren. Der Song schwirrte mir im Kopf herum, wenn es uns mal wettermäßig so richtig stürmisch erwischte. Toller Text übrigens – paßt so gut zur Küste, zum Meer. Das Rauschen der Brandung, das Geschrei der Möwen, der salzige Geruch der frischen Luft. Schafe auf den Deichen, Fischland/ Darß erfüllt viele Urlaubsträume. Ein Fahrradtrip durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenküste ersetzt perfekt den Traum vom Roadtrip durch den wilden Westen.

Bist Du am Meer läßt Du den Alltag schnell zurück

Höckerschwäne

Möwen fischten in der Brandung und sie fingen erfolgreich kleine Fische und Muscheln, die wir gar nicht erkennen konnten im Meeresschaum. Hübsch anzusehen waren auch die ziehenden Höckerschwäne. Es gab sie in großer Zahl. Singschwäne sahen wir keine, um Kraniche haben wir uns nicht gekümmert, sie sind ja auch bei uns im Teufelsmoor reichlich anzutreffen im Herbst.

Na denn, demnächst mehr (Hirsche). Freut mich, sollten mich tatsächlich einige Blogger vermißt haben 😉

Klickt ins Bild für eine größere Ansicht.

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