Abschied

Nach 3 Tagen Aufenthalt haben wir Abschied vom Yellowstone genommen. Schweren Herzen, vielleicht ist es ja ein Abschied für immer. Wir verließen den Park bei bestem Wetter über den Beartooth Pass, einen der schönsten Pässe in den Rockie Mountains, 3336 m (10,947 feet) hoch.

Unser Ziel waren die Pryor Mountains. Wildpferde gucken am Big Horn River. Nebenbei gesagt, das Big Horn River Recreation Area in den Pryor Mountains ist auch landschaftlich wunderschön

Zunächst begegneten uns Big Horn Sheep.

 

Gegen Abend liessen sich dann doch Mustangs blicken. Wunderschön im Licht der tief stehenden Sonne. Wir genossen den Anblick der Pferde bei herrlichstem Sommerwetter. Allerdings fiel uns schnell auf, einer der Mustangs benahm sich denkbar merkwürdig. Der schöne apricotfarbene Hengst stand auf der Stelle, bewegte sein rechtes Vorderbein, setze es aber nie auf. Bei näherer Betrachtung durch den Zoom meiner Kamera konnte ich eine deutliche Schwellung erkennen. Das Pferd war sichtlich verletzt und hatte Schmerzen.

 

Jemez und Pax

Die anderen Mustangs schienen zu ahnen, dass ein Abschied bevor stand, sie umringten ihn und liebkosten den Kumpel. Später am Abend stand er allerdings allein dort, die Pferde waren weitergezogen.

Jemez, Pax und Parry

An dem Abend war das Pryor Mountains Wild Mustang Center  schon geschlossen. Aber am nächsten Tag habe ich der anwesenden freundlichen Dame meine Fotos gezeigt. Man wußte schon Bescheid über die Verletzung des Hengstes, hatte aber immer noch auf Besserung gehofft. Am gleichen Tag wurde der Mustang von einem Arzt betäubt, untersucht und eingeschläfert. Der 10 Jahre alte Hengst, sollte nicht weiter leiden, den strengen Winter in den Bergen hätte er mit der Verletzung nicht überlebt.

Das Pryor Mountains Mustang Center kennt jedes der wilden Pferde der Pryor Mountains. Jedes Tier hat einen Namen und im Visitor Center habe ich mir dann das aktuelle Heft gekauft. Da steht alles drin, was man wissen muss über die wilden Pferde der Pryor Mountains. Vergessen werde ich diese beiden Tage ohnehin nicht so schnell. Jahrzehnte lang habe ich mich gefragt, wohin Robert Redford, der „elektrische Reiter“ sein Pferd gebracht hat. Das können nur die Canyons der Pryor Mountains gewesen sein.

Pryor Mustang Center

Mehr Fotos der Pferde und aus Montana auf meiner Webseite (im Link), wer mag.

Montana, mit Pryor Mountains und Glacier NP

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Am liebsten Naturfotografie - aber nicht nur....
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16 Responses to Abschied

  1. Fotohabitate sagt:

    Das ist sehr traurig zu lesen! Aber wenn das Einschläfern unabwendbar war, um das Leiden zu beenden, muss man es akzeptieren.
    Gerade letztens sah ich einen Bericht über den Pferdeflüsterer, der viel über die Kommunikation zwischen Mustangs und Pferden im allgemeinen berichtete. Das war sehr interessant und zeigt, wie wenig der Mensch oft bereit ist, sich näher mit der Sprache und den Gefühlen von Tieren auseinander zu setzen.
    Es freut mich, dass Du Deine Mustangs gesehen hast und Du hast eine schöne Galerie zusammengestellt!!

    • Robert Redford war auch Pferdeflüsterer im Film in Montana und er war auch der elektrische Reiter, der sein Pferd nach Montana in die Freiheit brachte – ich glaube, er kann es nur in die Pryor Mountains gebracht haben. Ich liebe diese alten Redford Filme. Der Mensch im Allgemeinen ist so oberflächlich – und das nimmt zu. Grüsslies Maren

  2. Wie traurig, dass diesem Hengst nicht mehr geholfen werden konnte, aber auf alle Faelle ist er von seinem Leiden erloest worden und das ist das Wichtigste. Zu sehen, wie sich die anderen Pferde von ihm verabschieden, geht schon wirklich sehr zu Herzen und ich glaube dir gerne, dass du das alles nicht so schnell vergessen wirst.
    Der Video von den Grizzlys auf dem schon vom Herbst gefaerbten Gelaende ist wunderschoen und es freut mich zu sehen, dass die Baeren gesund und rund aussehen.
    Der Rest deines Montana-Albums ist ganz einfach ein Traum! Die Landschaften, die Stimmungen, die Farben – einfach grandios! Die USA sind ganz einfach ein grandioses und wunderschoenes Land!
    Vielen Dank, dass du uns das alles so zeigst und uns an diesen Wundern teilhaben laesst!
    Viele Gruesse
    Christa

    • Danke für Dein Lob, ja die USA haben noch eine Menge unberührter Natur, leider haben sie einen Präsidenten, den das nicht kümmert. Ich freue mich, dass Du meine Alben anschaust. Danke und liebe Grüße nach Kanada. MAren

  3. Ach je, das geht wirklich zu Herzen.
    Gut, dass dem Hengst geholfen wurde.
    Die Aufnahmen sind fabelhaft!
    Liebe Grüße

    • Danke, freut mich – komme eben aus dem frostigen Teufelsmoor, Maiserte in vollem Gange, wenig Kraniche, dafür jedes Maisfeld von Jägern umstellt. Ich bin gefrustet, dazu die Nachrichten vom toten Wolf auf einem Feld in Dörverden. . An der Hamme in Worpswede war es aber sehr schön. LG Maren

      • Zum K……. ist das 😦
        In Dörverden ist ja das Wolfs-Center. Wer hat das arme Tier da hin geschafft? Wird man den Verbrecher finden?

        Ich war gestern an der Wümme. Es war ein unglaublich schöner, sonniger Tag. Genau so, wie ich ihn liebe. Sonne und kühl, das ist mein Wetter 🙂
        Am Hexenberg habe ich einen Bergpieper geschnappt. Sehr ungewöhnlich, aber natürlich super für mich und später in Fischerhude eine Gebirgsstelze. Auch ein Wanderer, den man nur jetzt hier mal sehen kann. Die Freude war groß.

        Liebe Grüße
        Brigitte

      • Ich hoffe auch, dass man den Verbrecher schnappt und dass er auch bestraft wird. Hab heute nur Graugänse, Kraniche und Silberreiher gesehen. Grüsslies

      • Moin Maren, heute steht im Weser-Kurier, dass der Wolf Bisswunden erlegen ist. Nicht schön, aber GsD kein wildgewordener Jäger.
        RE der Pilz wächst auf dem Riensberger Friedhof. Hintereingang, da wo der See ist.
        Links über die Brücke dem Weg folgen, da siehst du ihn linkerhand unter Bäumen. Fotografiere ihn jedes Jahr, weil er so selten und hübsch ist. LG Brigitte

      • Danke, da komme ich nun wieder nicht hin. Dass mit dem Wolf habe ich gelesen – ist wie im Yellowstone, manches reguliert sich, wenn´s auch traurig ist. LG Maren

      • Ich wundere mich über den Fundort. So nahe am Wolfscenter.

  4. Gudrun sagt:

    Die Überschrift hat mich jetzt aber erschreckt!

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