Wölfchen und mehr

Europäischer Grauwolf Kolja

Schnell noch erledigen, was auf der to do Liste steht, bevor vielleicht ein neuer Lockdown das Leben wieder einfrieren läßt. Auf meiner to do Liste stand ganz oben, noch einmal vor dem Winter in den  Wildpark Lüneburger Heide, Tanja Askanis Wölfe sehen, Currywurst Pommes essen (mache ich sonst nie – nur im Wildpark ist das schon Tradition 😉

Polarwolfmädchen Bo ist schon so groß geworden. Schön zu sehen …

Polarwölfchen Bo

Ein goldener Oktobertag  machte den Besuch im Wildpark so ganz besonders. Und genau das Wetter gab letztendlich auch den Ausschlag zum Ausflug mit Maske und AHA. Wie es eben so ist in Coronazeiten.

Nicht nur Tanjas Wölfe gaben sich die Ehre, vom Timberrudel liess sich auch ein Wolf blicken. Ein Glückstag, wenn schon nicht Yellowstone, so doch wenigens Timberwolf.

Timberwolf

Europäische Wildkatze

Ebenso entzückten mich die Wildkatzen, sie waren aktiv und ließen sich endlich mal in stolzer Pose ablichten. Und schaut mal, sind die Poitouesel mit Kind und Kegel und ihren großen Ohren nicht  knuffig. Wie sie da so stehen und die Sonne genießen an einem der letzten schönen Herbstage.

Nun werden wir uns alle überraschen lassen müssen, was Corona mit uns machen wird. Mein Landkreis hat heute einen Inzidenzwert von über 50. Nun sind wir Risikogebiet. Das hätte ich nie für möglich gehalten, sind wir hier doch bislang so gut durch die Krise gekommen mit wenigen Erkrankten. Der Breitensport ruht wieder, kein Fussball mehr für die Kiddies. Wenn das nicht alles so traurig wäre. So kommt gut durchs Wochenende und bleibt gesund.

Poitouesel

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Zoo am Meer

Wir haben die beiden Eisbärenzwillinge  Anna und Elsa noch nicht besucht, dabei sind die Mädels schon 10 Monate alt. Also nix wie hin zum Zoo am Meer in Bremerhaven. Die Kiddies haben Ferien und Bremerhaven hat  einen niedrigen Inzidenzwert.

Bremerhaven begrüßt uns mit Sonnenschein. Bestes Wetter für den Zoobesuch. Wir mußten uns im Internet auf der Webseite des Zoos anmelden und haben einen Termin bekommen für 15:30 h. Das hat alles bestens geklappt. Im Zoo ist es wirklich nicht sehr voll, man kann Abstand halten. In Bremerhaven am Deich und am alten Hafen ist es dagegen für einen Freitag Nachmittag ziemlich voll, auch fast alle Parkplätze sind belegt. Die Autokennzeichen verraten, daß die Besucher aus ganz Deutschland angereist sind. Corona läßt hoffentllich nicht grüßen.

Anna und Elsa nehmen gerade eine Auszeit vom Toben,  bei Mama Valesca gibt es noch leckere Milch. Valesca schaut derweil aus dem Fenster, soweit ich weiß, kennt sie die Freiheit nicht, wurde im Zoo geboren. Später schließt Valesca die Augen und scheint zu träumen.

Nach unserem Zoorundgang sehe ich Valesca mit ihren beiden Mädels wild im Pool toben.

Für unsere beiden Jungs gibt es nach dem Zoobesuch noch eine Runde mit dem Riesenrad. Der Freipaak in Bremen ist ja Dank Corona einige Tage nach der Eröffnung wieder geschlossen worden. Das Riesenrad am Hafen in Bremerhaven dreht sich noch.  Der Inzidenzwert ist wie gesagt noch nicht sehr hoch in Bremerhaven – aber er klettert auch hier. Ich hab Corona so satt …

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Kraniche im Teufelsmoor

Auf dem Darß habe ich sie auch gesehen, unzählige Vögel des Glücks. Und wie immer waren sie  nicht zu überhören. Die Kamera habe ich z.B. in Pramont nicht gezückt, das habe ich mir für das alljährliche Kranicherlebnis im Teufelsmoor aufgespart.

Die Maisernte ist in bei uns im Teufelsmoor in vollem Gange, doch daran stören sich die Kraniche nicht. Ohne die Maisfelder wären auch gar nicht so viele Kraniche hier, für die Vögel bleibt nach der Ernte noch genug Nahrung liegen. Auf ihrem Weg in die Überwinterungsgebiete machen die Graukraniche gerne Rast in Gebieten mit moorigen, flachen Gewässern und mit vielen Maisfeldern. Genau das finden sie hier im Teufelsmoor. Auf den abgeernteten Feldern tanken sie neue Energien für den Weiterflug, die flachen Moorgewässer sind ihre sicheren Schlafplätze. Allerdings ist seit ein paar Jahren hier auch der Wolf auf der Pirsch.

Bemerkenswert wäre noch, dass auch in diesem Jahr nicht sehr viele Jungvögel dabei sind. Junge Kraniche haben einen schlicht braunen Kopf, daran sind sie gut zu erkennen.

Viel Freude an den Fotos. Der Film ist allerdings von 2018, dennoch zeitlos.

Bleibt man im Auto und fährt nicht zu dicht an die Vögel heran, kann es passieren, dass sie sich wie Clowns benehmen, hüpfen und tanzen und dazu machen sie einen unbeschreiblichen Lärm. Unvergesslich – Vögel des Glücks eben. Solche Erlebnisse machen einfach glücklich.

Klick ins Bild für eine größere Ansicht.

Ich bin übrigens gefragt worden, warum ich auf dem Darß in Pramort z.B. keine Kraniche fotografiert habe. Nun wir waren dort mit dem Rad unterwegs und der Fotorucksack ist schwer. Und ich war mir sicher, dass sie noch ins Teufelsmoor kommen – und da sind sie nun 😉

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Blau ist meine Lieblingsfarbe

Hyazinth Aras

An einem etwas regnerischen Tag haben wir von Prerow aus einen Abstecher zum Vogelpark Marlow gemacht. Niemand sieht so nett aus in ultrablauen Klamotten,  wie die beiden Hyazinth Aras, die ich im Vogelpark traf.

Bei der Flugschau hatten wir uns auf die hinterste Bank gesetzt. Corona tritt in Mecklenburg Vorpommern nicht so stark auf, alle Besucher trugen Masken. Auch die AHA Regel wurde eingehalten.

Was soll ich sagen, einer der beiden großen Aras entschloss sich zu einer Sondereinlage während der Flugschau, er begab sich spontan und unaufgefordert auf Wanderschaft und spazierte direkt auf uns zu. Dann drehte er doch noch ab, um im Sand hinter den Bänken nach vergrabenen Schätzen zu suchen. Er wurde fündig 😉

Die eigentliche Heimat der großen Hyazinth Aras ist das Pantanal und Brasiliens Regenwälder. Dort brennt es in dieser Saison und unter diesem Präsidenten schlimmer denn je. Vielleicht ist das Leben in Zukunft in gut geführten Zoos und Vogelparks gar nicht so schlecht. Der Raubbau an der Natur und der KLimawandel wird wohl kaum zu stoppen sein.

 

Mir fällt gerade ein, heute ist Welthundetag.

Ein schönes Wochenende wünsche ich.

 

 

 

 

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Stillleben mit Kürbis

Im Mai habe ich im Garten ein neues Beet angelegt. Kürbisse und Zuckermais habe ich ausgesät. Das Beet ist ein ehemaliger Komposthaufen, der in den letzten 40 Jahren zu einem natürlichen Hochbeet angewachsen ist, überwiegend mit Giersch und anderen hübschen Wildblümchen bewachsen. Der Boden also nicht schlecht mit ordentlich Wildwuchs. Dafür aber recht schattig am Waldrand und unter einer dicken Eiche und einer alten Birke.

Also, der Kürbis kam ganz gut mit der Licht-und Bodensituation zurecht. Sehr zu meiner Freude und der Freude aller Hummeln, die sich morgens in den Blüten tummelten. Ein Kürbis überwucherte gar äußerst dekorativ die Buchsbaumhecke, welch seltener Anblick. Dem Zuckermais dagegen war es zu schattig, er kümmerte extrem.

Nun habe ich die Kürbisse geerntet, Marmelade habe ich gestern gekocht und morgen gibt es Kürbissuppe. Der Rest liegt noch dekorativ auf dem Tisch draußen auf der Terrasse. Eine farblich passende Dahlie hab ich noch dazu gestellt, der reinste Luxus im Oktober. 😉

Vom Werden meiner Kürbisse – eine Fotoreportage:

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Hirschkonzert

Ton an, wer mag

Am Nothafen Darßer Ort ist die Sicht auf die Hirsche einmalig, ganz besonders zur Brunft sammeln sich die Tiere dort in den Dünen mit Blick auf die Ostsee. In der kargen Landschaft fühlen sich die majestätischen Waldbewohner besonders sicher. Es gibt keine Jagd, das läßt die Rothirsche angstfrei ihre Reviere mit mächtigem Röhren abstecken, um die Damenwelt für sich zu gewinnen. 300 bis 400 dieser Tiere sollen dort leben im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Und im Herbst von Mitte September bis Mitte Oktober steppt bei den Hirschen der Bär. Es ist halt Brunftzeit.

Als ich 2017 zum ersten Mal im Herbst am Darßer Ort war, wußte ich nichts von der Hirschbrunft dort. Ich war damals sehr überrascht, so viele Fotografen mit langen Röhren anzutreffen – das war ein bisschen wie im Yellowstone.

Es hat sich nichts geändert 2017 wie auch 2020 ist noch alles Bestens für Hirsche, Natur und Menschen  im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Jedenfalls für mich als Tourist fühlt sich das gut an.

 

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Darum ist es auf dem Darß so schön ….

Prerow Weststrand – Panorama

Wenn schon nicht Yellowstone, dann Prerow.

Ein paar Tage Urlaub, mit viel Glück bei allerbestem Wetter.

Ankommen in Prerow, Räder startklar machen und dann sofort durch den dichten Darßer Wald an den Weststrand radeln. Das ist so schön, vergleichbar mit einer Radtour von meinem kleinen Dorf  nach Worpswede. Und dann den Sonnenuntergang über der Ostsee erleben mit all seinen Facetten (Worpswede bietet einen Hamme-Sunset) . Die untergehende Sonne färbte für Augenblicke den markanten Urwald auf den Dünen rot. Die Ostseewellen plätscherten leise an den Strand, alles wirkte so friedlich. Wir waren fast allein. Lieblingsstrand.

Und als der Sonnenzauber vorbei war, gab es eine köstliche Überraschung. Unvermutet sass ein Fuchs vor uns am Waldrand. Ich traute meinen Augen kaum. Da ich die Kamera noch schussbereit in der Hand hatte, gelangen mir ein paar Aufnahmen. Flink verschwand das Füchslein wieder im dunklen Wald.

Danach war es an diesem zauberhaften Abend  für die röhrenden Hirsche am kleinen Darßer  Nothafen  zu dunkel geworden, denn es dauerte eine Weile, bis ich mich über den Dünensand  zu den Fahrrädern gequält hatte. Wer schon mal dort war, weiss, was ich meine 😉

Über dem Leuchtturm Darßer Ort hingen noch die roten Abendwolken. Es war stockfinster, als wir endlich im Hotel waren, der Radweg durch den Wald zurück in den Ort ist kilometerlang. Schön war´s. Von den Hirschen dann demnächst mehr.

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Glücksfund

Raupe des Labkrautschwärmers

Dicke Raupe Nimmersatt.

Das ist sie also, die Raupe des Labkrautschwärmers. Einer dieser großen Nachtfalter hatte mich vor einiger Zeit auf meiner Terrasse besucht. Ihr erinnert Euch vielleicht. Nun muss ich gar nicht viele Worte finden, die Raupe spricht für sich, so dick und rund wie sie sich jetzt zum Ende des Sommers gefressen hat. Hier futtert sie übrigens an Weidenröschen. Es muss also nicht unbedingt Labkraut sein.

Und so wünsche ich Euch einen sonnigen Sonntag, genießt diese wunderen Tage – es wird Herbst und dem folgt bekanntlich der Winter. Für mich ist es dann wieder für lange Zeit vorbei mit meinen Lieblingsmodellen, den Insekten. Möge uns die Artenvielfalt erhalten bleiben.

Zur Erinnerung, der Labkrautschwämerfalter

 

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Erlebnis Teufelsmoor

Wege ins Moor …

Es sieht sehr grün aus im Moor, aber das täuscht. Die meisten Gräben und die renaturierten Wasserflächen z.B. im Huvenhoopsmoor, sind ausgetrocknet. Und das macht sich inzwischen beim Libellenbestand bemerkbar. Gefühlt sind deutlich weniger Libellen in diesem Sommer unterwegs. Zuletzt habe ich Winterlibellen gesehen und Weidenjungfern. Dazu Herbstmosaikjungfern. Meine Beobachtungen sind natürlich relativ. Wie immer  heißt es, sei zur rechten Zeit am rechten Ort. Winterlibellen sind übrigens die einzigen Libellen, die als Fluginsekt überwintern, alle anderen Libellenarten bleiben im Winter als Larven im Wasser.

Herbstmosaikjungfen

Winterlibelle

Weidenjungfer

Gefreut habe ich mich ganz besonders, an einer neuen Stelle Sonnentau gefunden zu haben. Noch vor 15 Jahren war fleischfressender Sonnentau an vielen Stellen im Teufelsmoor großflächig vorhanden. Inzwischen ist er von Heide, Gras und Birken überwuchert. Die Pflanzen sind leider winzig klein und an Moorböden gebunden, somit sehr gefährdet.

Breitblättriges Sonnentau

Erfreulich war auch, dass ich zum ersten Mal eine Eichenblatt Kreuzspinne gesehen habe. So eine Tour durchs Teufelsmoor bei Sonnenschein ist immer wieder wie ein schöner Urlaubstag. Ganz besonders in Coronazeiten.

Eichenblatt Kreuzspinne

Nur der Appetit auf Pilze verging mir, als am Wegesrand ein großer Steinpilz sichtbar wurde, verwesend. Darum herum wimmelten Maden. So hatte ich einen Steinpilz vorher noch nie gesehen.

Bei uns im Wald wimmelt es jetzt von Pilzsammlern. Schon morgens  um 6 h rücken sie an mit Körben und Eimern und sammeln alles weg, was eben essbar ist. Keine Chance für Maden. Im Teufelsmoor sind wohl weniger Pilzsucher unterwegs – wie erfreulich für die Natur pur. Nicht erschrecken, ich zeig euch meinen Pilzfund 😉

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Flying P-Liner Peking

ist nach einer Odyssee endlich wieder zu Hause in Hamburg …

Die historische Viermastbark „Peking“ der Reederei F. Laeisz lief 1911 in Hamburg bei der Werft Blohm und Voss vom Stapel, segelte 34 Mal um Kap Hoorn und lag mehr als 40 Jahre als Museumsschiff in New York am Pier des South Street Seaport Museums, wo sie zuletzt aus Geldmangel vor sich hin gammelte.

Nun ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt. In Hamburg wird der Großsegler künftig das Aushängeschild auf dem Kleinen Grasbrook sein, dem Museumshafen.

1000de Zuschauer begleiten den stolzen Segler auf seiner letzten Reise. Die Plaza der Elbphilharmonie war lange ausgebucht. Wir standen auf dem Anleger vor dem Musicaltheater und hatten die Sonne perfekt im Rücken.

Die Peking gehört zu den legendären Flying P-Linern, die für ihre Geschwindigkeit berühmt waren. Die „Padua“ fährt heute als „Krusenstern“ über die Weltmeere und die „Passat“ liegt in Lübeck Travemünde als Museumsschiff.

Die Viermastbark Peking wurde vor  knapp drei Jahren aus New York nach Deutschland geholt. Sie wurde bei der Peters Werft in Wewelsfleth für viele Millionen Euro aufwendig  restauriert. Nun bin ich gespannt, ob Bremerhaven und Bremen das auch so spektakulär hinkriegen, die „Seute Deern“ restaurieren zu lassen. Der Bund hat auch hier MIllionen Euro zur Verfügung gestellt.

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Die Peking kehrt heim – Tagesschaubericht

Nur Tanja Askanis Wölfe und alte Schiffe locken mich in Coronazeiten weiter als 20 km von meinem Garten weg. Aber es war wirklich ein beeindruckendes Schauspiel auf der Elbe im Sonnenschein. In Ton und Bild im kurzen Videoclip, wer mag.

Im Tagesschaulink weiterführende Infos.

Für eine größere Fotoansicht – klick ins Bild

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