Ferienzeit – Ausflugszeit

Mein alljährlicher Ausflug zum Wildpark Lüneburger Heide ist schon fast Tradition . Seit ich vor 20 Jahren Tanja Askani und ihre Wölfe kennenlernte, zieht es mich jeden Sommer mindestens einmal in den Wildpark, im Schlepptau habe ich meisten die Familie, die auch immer wieder gerne durch den Wildpark bummelt.

Es war ein heißer Tag, vielleicht ein bisschen unglücklich und vorschnell gewählt, da Tanja zu Besuch bei Zöglingswölfchen „Bo“ in Belgien war. Egal, schön war es dennoch. Die Wölfe eher verschlafen in der Mittagszeit, aber das Damwild war wie immer wild hinter den Leckerlies her. Auch der wunderschöne Mufflonbock mit dem mächtigen Geweih liess sich die Leckerlies schmecken.

Mufflon
Collage

Die Flugshow „Jäger der Lüfte“ ist immer eine fotografische Herausforderung. Gänsegeier und Co. flogen atemberaubend dicht vorbei, sehr zur Freude der Kids. Kopf einziehen war unbedingt angesagt, wollte man nicht umgeflogen werden.

Die großen leuchtenden Augen der Eulen sind besonders anziehend. Was sind das doch für wunderschöne Geschöpfe. Für die Kids waren die Infos des Falkners über die Vögel sinnvoll und spannend.

Es tut der Seele gut, mal nicht an Corona zu denken, auch wenn dieses fiese Virus mit Sicherheit noch da ist. Nicht an Krieg und kommende Heizkosten zu denken, einfach nur die warmen Sommertage genießen, bei Winnetou in der vergangene Woche und nun im Wildpark. Wer weiß denn schon, was uns noch so blüht in Zeiten wie diesen…..

Genießt Euer Wochenende

Virginia Uhu
Gänsegeier
Junger amerikanischer Baldeagle

Eine kleine Erinnerung an „LIttle Bo“ – wer mag.

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Vergangenheit und Gegenwart

(Nur was für Fans)

Winnetou – Pierre Brice 1989 in Bad Segeberg

Oh Schock – meine Enkel kennen Winnetou nicht, auch nicht Old Shatterhand. Acht und zehn Jahre alte Jungs im Jahre 2022. Für mich ist und bleibt Winnetou der edelste aller Indianer und für immer unsterblich. 1989 habe ich in Bad Segeberg den „echten“ Winnetou erlebt – Pierre Brice, unvergessen.

Und so haben wir mit den Kids einen Trip zu den Karl May Festspielen nach Bad Segeberg unternommen. Die Kids war überaus beeindruckt, zumindest während und kurz nach der Aufführung, die wirklich gelungen war – viel Beifall für das Team.

Ob die Begeisterung anhält, mal schaun – jedenfalls wollen sie im nächsten Jahr wieder dort hin, es soll „WInnetou 1 “ gezeigt werden. Die Vorfreude ist da …

Und es ist egal, ob Pierre Brice oder Sascha Högl (siehe Collage), reitet Winnetou zum ersten Mal in die Arena hinunter habe ich Gänsehaut 😉

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Bad Segeberg 2022 – der Ölprinz. Sascha Hödl als Winnetou – genial gut.

Howdie liebe Karl May Fans.

Bei der Collage müßt ihr noch ein zweites Mal klicken, um das Bild größer zu sehen.

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Alles ist im Wandel

Sturmmöwenkolonie in der Überseestadt

Vor einigen Tagen hatte ich in Bremen zu tun. Ich bin in Bremen geboren und habe bis Mitte der 70ger Jahre auch dort gelebt. Ich liebe diese Stadt.

Als ich dann ins grüne Bremer Umland zog, bin ich doch noch beinahe in jedem Jahr in die Überseestadt gefahren, zur Sturmmöwenkolonie. Jahrzehntelang die größte Sturmmöwenkolonie Deutschlands. Bis vor wenigen Jahren der Bauboom einsetzte, war dieser Stadtteil eine große Brachfläche an der Weser mit Industrie und Häfen. Im Containerzeitalter brauchte niemand mehr den alten Überseehafen, also wurde er zugeschüttet und ein Großmarkt wurde gebaut. Immer noch gab es für die Möwen, Kaninchen, Füchse, Schafstelzen, für die viele Schmetterlinge, Hummeln und andere seltenen Wildpflanzen und Insekten genügend Lebensraum. Es gab eine einzigartige Artenvielfalt, selten für eine Großstadt. Bis ja, bis man begann dort zu bauen, zuerst nur an der Europahafenkante, Büros und Wohnungen entstanden. Die Hafenpromenade endete am Leuchtturm und dort war immer noch Natur pur Gebiet mit der besagten Möwenkolonie..

Die Anfänge der Bebauung Überseestadt

Damals, 2009 war es so schön dort, Bäume waren gepflanzt worden, man konnte den Sonnenuntergang genießen auf den Hafenterrassen, der Blick war frei sogar bis hin zu den Domtürmen, der Wesertower wurde gerade gebaut. Ein Restaurant an der Waterkant hatte schon eröffnet, wir überlegten, auch dort hin zu ziehen. Das Duckstein Festival feierte seine Premiere für Bremen dort am Europahafenkopf, auch weil das Ambiente so schön war.

Und dann wurde einfach immer weiter gebaut, Jahr für Jahr. Bis hin zum Leuchtturm, dort ist jetzt ein Strandbad, man darf aber wegen der gefährlichen Strömung in der Weser nicht baden. Die Möwenkolonie war nun endgültig Geschichte. Ebenso futsch, die ganze Artenvielfalt dort.

Damals
Heute

Heute sieht es dort so aus.

Eng bebaut bis auf den letzten Quadratmeter, kaum Bäume, wenig Natur, die Möwenkolonie längst Geschichte, wo die Bäume geblieben sind, weiß ich nicht, dem Bauboom zum Opfer gefallen. Wo die Möwen geblieben sind, weiß ich auch nicht. Und ja, ich persönlich bin so froh, in meinem kleinen Dorf geblieben zu sein.

Nichts bleibt wie es ist – alles im Wandel der Zeit.

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https://www.sea-shepherd.at/kampagnen/13-sea-shepherd-deutschland/856-operation-sturmmoewe-2

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Von Torfmoosen, Moosbeeren und Sonnentau …

Moosbeere und Sonnentau

Kleine Kostbarkeiten im Teufelsmoor.

In der langen Dürreperiode 2018 sind hier bei uns in den Restmooren des ehemals großen Teufelsmoores viele Feuchtgebiete ausgetrocknet. Gras und Heide konnten sich ausbreiten und die typischen Moorpflanzen verdrängen. Doch es gibt sie noch, die seltenen Feuchtbiotope und ich habe mich riesig gefreut, dort all das zu finden, was ich verloren glaubte. Es ist nur eine winzige Fläche, aber es ist alles da, was ins Moor gehört. Torfmoose, Moosbeeren, Rosmarinheide, Rundblättriger Sonnentau, schwarze Krähenbeeren und natürlich Libellen.

Scharlachlibelle

Eine fliegende Kostbarkeit habe ich dort angetroffen. Die kleinste Libelle mit den meisten Namen gab sich die Ehre. Ich kenne sie unter drei verschiedenen deutschen Namen.

Zarte Rubinjungfrau, Scharlachlibelle, Späte Adonislebille – so wird sie genannt. Von der frühen Adonislibelle unterscheidet sie sich durch ihre roten Beinchen. Außerdem fliegt die frühe Adonislibelle mit den schwarzen Beinen schon im zeitigen Frühjahr. Im Gegensatz zur Scharlachlibelle ist sie auch nicht vom Aussterben bedroht und tummelt sich in großer Zahl sogar an meinem Gartenteich. Die späte Adonislibelle als kleinste Libelle ist im Sommer in unseren Breiten ein wahrer Schatz der Moorlandschaft.

Rosmarinheide

Es gibt auch einige kleine Bestände Rosmarinheide. Diese seltene Heidesorte blüht im Mai und hatte jetzt schon kleine Samenfrüchte gebildet. Auch neue Knopsen zeigten sich, kurz vor dem Erblühen. Es ist ein seltener Glücksfall, Rosmarinheide zu entdecken. Und schon hatte ein unbekannter Liebhaber hatte diese winzigen Früchte schon zum Fressen gern.

Rosmarinheide frische Knospen

Diese schwarzen Beeren hatte ich noch nie gesehen im Moor. Wie gut, dass es Google gibt. Es sind schwarze Krähenbeeren. Die Krähenbeere ist ein Heidegewächs und hier im Teufelsmoor hatte ich sie vorher noch nicht gefunden.

Schwarze Krähenbeere

Moorwiese

Sonnentau dicht an dicht auf den frischen Torfmoosmatten. Wer genau hinschaut (Klick ins Bild für eine größere Ansicht) sieht all die kleinen Moorwunder, die Triebe der Moosbeeren und Krähenbeeren, alles wächst wild durcheinander, dicht an dicht. Dazwischen, Schnabelried und Wollgras. So kann ich mir das Teufelsmoor vorstellen, bevor es trockengelegt wurde. Betreten konnte ich das Gebiet nicht, es schwankte der Boden und es war sehr nass. Auch für andere ist es ein gefährlicher Ort, Wespen(Zebra)spinnen lauerten auf unvorsichtige Libellen. Hier hat es eine Becherazurjungfer erwischt. Natur pur auf kleinstem Raum, versteckt tief im Teufelsmoor.

Becherazurjungfer im Netz der Zebraspinne
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Die Kids sind unterwegs

Die Brutsaison ist beendet, noch ein paar Tage, dann dürfen auch die Hunde wieder ohne Leine in die Natur. Nachbars Katzen haben in dieser Saison allein bei mir im Garten 2 Drosseln getötet, von denen ich weiss. Unser Hund hat niemandem etwas getan und Steuern bezahlen wir auch. Soviel zum Konflikt Hund – Katze in der Natur.

Manche Jungvögel werden noch von ihren Eltern begleitet, aber die meisten sind schon allein unterwegs. Ich füttere ein bisschen auch im Sommer, allein schon, um die Vögel besser beobachten und fotografieren zu können. Und ich gewinne immer mehr den Eindruck, als erstes zeigen die Eltern den Kids die Futterhäuser 🙂

Die Jungvögel unterscheiden sich anfangs im Gefieder von ihren Eltern, das hat damit zu tun, dass sie nicht so schnell als Nebenbuhler von den Altvögeln aus den Revieren vertrieben werden. So sind Dompfaffkids fast ganz braun im Gefieder, der Buntspecht hat eine rote Kappe auf dem Kopf und dem Rotkehlchen fehlt noch die rote Kehle.

Dompfaff
Buntspecht
Rotkelchen
Grünfink
Kernbeisser
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Einmal Worpswede und zurück

Das Künstlerdorf Worpswede ist nicht nur für mich ein magischer Anziehungspunkt. Besonders an sonnigen Wochenenden ziehen Heerscharen von Besuchern durch den idyllischen Ort mit den vielen Museen. Man ist gut beraten, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Das ist ja auch besser für´s Klima und für´s Gemüt. Es ist herrlich im Sonnenschein die Hamme entlang zu radeln bis nach Neu Helgoland, dort im Bistro eine Currywurst/Pommes zu essen und zu entspannen im leichten Sommerwind. Mein Plan am Sonntag war es, für Kalender 2024 den roten Moorexpress einzufangen vor der Worpswede Mühle – hm, oh Schreck, es kam der blaue Zug – naja, auch hübsch, wenn auch nicht ganz so historisch ; -)

Moorexpress – diesmal die „blaue Variante“

An der Gaststätte Neu Helgoland wurde der Torfkahn Gottesdienst zelebriert. Sogar eine Taufe fand im Torfkahn statt. Dieser Gottesdienst in den Booten hat eine lange Tradition und zieht viele Besucher an. Alle 2 Jahre wird dieser Gottesdienst in den Booten auf der Hamme abgehalten. Coronabedingt hatte es eine längere Pause gegeben. Der Kirchenkreis bietet im Landkreis Osterholz in jedem Sommer mehrere Gottesdienste im Grünen an.

Torfkahn Gottesdienst auf der Hamme

Die Zionskirche in Worpswede am Weyerberg ist ein Ruhepol an einem besucherreichen Wochenende. Wenn ich unterwegs bin, um neue Kalenderfotos für das übernächste Jahr zu schießen, ist ein Besuch der Kirche immer eine besondere fotografische Aufgabe. Die Kirche entstand zwischen 1757 und 1759. Spannende Infos findet ihr in dem Link, wer mag. Übrigens, auf den Seiten von Worpswede Tipps findet man über Worpswede alles Wissenswerte. Die Postkartenkalender 2023 sind übrigens schon im Handel. Die großen Worpswede Kalender 2023 sind ab August im Handel.

https://www.worpswede-tipps.de/zionskirche_worpswede/

Zionskirche Worpswede

Unterwegs von Worpswede nach Melchershütte begegnete mir zwar kein Torfkahn mit braunen Segeln auf der Hamme, aber ich fuhr durch Wolken von Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und Schwebfliegen, die am Wegesrand an den Flockenblumen Nektar schlürften. Für mich ein Höhepunkt auf meiner Tour. Endlich viele Schmetterlinge, ich hatte bisher den Eindruck, es werden sichtbar weniger Insekten. Es gibt sie also noch – an einigen ganz besonderen Orten. Hoffen wir, dass nicht all zu bald an diesen für die Natur inzwischen kostbaren Wegesränder der Mäher zum Einsatz kommt. Unser Landkreis ist diesbezüglich sehr eifrig, oder sind es gar die Landwirte, die gern für „Ordnung“ sorgen?

Sommer von seiner schönsten Seite.

Rad – und Wanderweg Worpswede – Melchers Hütte
Spiegelfleck Dickkopffalter
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Ringelnatter Babyface

Ich mag Schlangen und ich finde es super gut, dass sich seit Jahren schon Ringelnattern in meinem Garten einfinden. Von neu geschlüpft und bleistiftdünn bis ziemlich dick und ausgewachsen, alles ist zu finden, nicht täglich, aber so dann und wann, ganz besonders im heißen Sonnenschein.

Wenn es mir gelingt, sie direkt von vorne zu fotografieren, haben sie ein ganz besonderes Babyface. Eine Zuckerschnute, wenn auch eine mörderische, jedenfalls für Frösche. Für Menschen ist diese Schlange völlig ungefährlich.

Für die grüne Wasserfärbung sind Schwebealgen verantwortlich. Ich bin in diesem Jahr davon überrascht worden, wie schon einmal vor einigen Jahren. Fotogen ist das grüne Wasser ja aber nicht so gut für den Teich, seine Pflanzen und seine Insassen. Den Schlangen macht das nichts.

Nicht jeder ist entzückt, wenn er einer Ringelnatter am Gartenteich begegnet. Dabei sind diese Schlangen ungiftig und man sagt, sie bringen Glück demjenigen, der sie im Garten hat. Da diese Schlangen gern im Wasser jagen, werden sie nur im Garten ansässig, wenn sie einen Teich vorfinden und am liebsten noch viel Unterholz zum verstecken und einen Komposthaufen für die Eiablage. Sie ernähren sich auch von Mäusen, denen sie bis tief in ihre Mäusetunnel folgen. Siedelt sich die Schlange an, hat man sozusagen einen ökologischen Garten. Ich bin irgendwie stolz auf meine Schlangenbrut.

Selbstverständlich ist das Jagen und das Vernichten von Ringelnattern verboten.

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Er hält sich lieber gut versteckt. Das Leben am Gartenteich ist gefährlich, denn auch der Reiher schaut gerne vorbei. Bei dem steht auch Ringelnatter auf dem Speiseplan.

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Alle Jahre wieder

Storchenpflegestation Wesermarsch

Es vergeht kein Sommer, in dem ich nicht auf die andere Weserseite fahre und Udo Hilfers und seine Frau besuche. Natürlich gilt mein Besuch hauptsächlich den unzähligen Störchen in unserer einzigen Baumbrutkolonie in Niedersachsen. Die Arbeit des Ehepaares Hilfers ist so grandios im Sinne der Störche und des Naturschutzes, das läßt mich immer wieder staunen und ich gestattete mir eine Menge an Bewunderung für die beiden. Besucher sind natürlich immer willkommen in dem großen Garten der Storchenstation, Kaffee wird angeboten, gegen eine Spende. Überhaupt Spenden, die Betreuung der Störche kostet viel Geld, es werden gerne Spenden angenommen, es gibt ein entsprechendes Sparschwein dort.

In diesem Jahr gab es schon 15 verletze Störche, teils mit abgerissenen Beinen oder Flügeln, oft auch mit kaputten Schnäbeln. Nicht alle konnten gerettet werden. Und es trifft die Hilferts hart, wenn sie entdecken, auf einem Nest mit Küken fehlt wieder ein Storch. Der massive Ausbau der Windkraft ist zwar nötig, das haben wir inzwischen wohl alle begriffen, doch sollte man unbedingt weiter auf die Belange der Natur Rücksicht nehmen. Das hoffen auch die Hilferts. Im vergangenen Jahr gab es nur 5 verletzte Störche, das zeigt, wie schlimm die Situation doch ist für alle Vögel, ich spreche hier nur von Störchen,

Stundenlang kann ich dort im Garten sitzen und die Störche beobachten. Ein Jungpaar zum Beispiel baute immer noch an seinem ersten Nest, es sah recht unordentlich aus, man übt ja noch. Der kleine Stock wurde kurzerhand einem Storch geklaut, der in der Pflegebasis für flugunfähige Störche unter dem Baum stolz einen solchen mit sich im Schnabel herum trug. Und während das gestohlene Stöckchen im Nest eingebaut wurde, klaute eine listige Krähe ungeniert Nistmaterial. Gut Ding will also Weile haben. Im nächsten Jahr klappt es bestimmt mit dem Nestbau bei soviel Übung.

Wenig später versuchte der Jungsstorch Zweiglein vom Baum abzubrechen. Solange wie ich zuschaute, gelang ihm das nicht. Seine Braut und sein Nest zu verlassen, traute er sich wohl nicht, die Hilfers erzählten uns von vielen Kämpfen in diesem Jahr rund um die Nester.

Aber trotz aller Kämpfe, in den meisten Nestern saßen muntere, immer hungrige Küken. Die Kleineren noch bewacht von einem Elternteil, während der andere auf Nahrungssuche war in den üppig grünen Wiesen rund um die Storchenstation. Die Kleinen haben noch schwarze Schnäbel und Beine, nur die ausgewachsenen Störche haben die berühmten roten Storchenbeine und rote Schnäbel.

Wenn ihr im Sommer in Norddeutschland unterwegs seid, ein Besuch der Storchenstation lohnt sich immer.

https://www.storchenstation.de/

Ich wünsche allen ein sonniges Wochenende.

Wie immer, ein Klick ins Bild und es ist vergrößert.

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Rückblick

Matthias Mahnke alias Moorkommissar Findorff

Und was sonst noch so los war im Teufelsmoor und umzu.

Durch meine kleine Auszeit habe ich versäumt euch zu erzählen, was hier und umzu alles so geschah. So gab es zum Beispiel in Vegesack ein maritimes Fest rund um den Vegesacker Hafen. Ich war zwar nicht dort, aber auf der Hamme sah ich die Torfkähne stilvoll geschmückt an mir vorbei ziehen. Sie waren unterwegs zum Hafenfest. Matthias Mahnke als Moorkommissar winkte mir freundlich zu, es ist schön, die Torfkähne wieder auf der Hamme zu sehen.

In meinem kleinen Dorf

In meinem kleinen Dorf ist der Raps inzwischen verblüht. Jeden Tag kam ich an diesem Rapsfeld vorbei. Ich war schier entzückt, denn bisher wuchs hier immer Mais. Ist der Raps erst verblüht und bildet die Früchte aus, sieht so ein Feld allerdings auch nicht mehr so schön aus. Countryside.

Raupe des C Falters

Im Garten habe ich zum ersten Mal eine Raupe des C-Falter gefunden. An einem Johannisbeerbusch waren die oberen Blätter so ungesund eingerollt. Ich habe nachgesehen und siehe da, dort hatte sich die Raupe versteckt. Meine Johannisbeerernte wird in diesem Jahr nicht so gut, das kann man schon sehen. Das lag aber nicht an dieser entzückenden Raupe.

Früher Mittlerer Weinschwärmer

Und dann gab es eine Überraschung, ein Mittlerer Weinschwärmer schon Anfang Juni auf meiner Terrasse, na sowas. So früh hatte ich noch nie einen dieser großen Nachtfalter hier, sie zeigten sich sonst im August und gegen Ende des Sommers. Dieser Falter war kamerascheu, ließ sich nur ungern fotografieren, schnell war er weg. Am nächsten morgen fand ich ihn allerdings wieder an seinem Platz. Das war dann das letzte Mal, wahrscheinlich haben ihn die Fledermäuse erwischt. Die Fledermäuse leben den Sommer über in den Rollädenkästen meiner Nachbarn. Auch nett, gell, Fledermäuse in Rolladenkästen.

Schlussdorf – Torfkahnwerft und Museum – FietsCafe22

Die Redaktionssitzung „Heimat-Rundblick“ fand diesmal in der Torfschiffwerft in Schlussdorf in FietsCafe22 statt. Auf einem geführten Rundgang durch das kleine Museum haben wir Geschichten über das Leben der frühen Moorbauern und Torfschiffern gehört, unterlegt mit historischen Fotos. Ein Leben damals im Teufelsmoor war kein Zuckerschlecken. Heute können Gäste wunderbar Kaffee und Kuchen schlemmen, in aller Seelenruhe entweder vor dem Haus unter den alten Bäumen oder im Garten hinter dem Haus mit Blick auf unseren berühmten hohen Himmel und die weiten Felder und Wiesen. Wir haben die Redaktionssitzung auf der Terrasse im Sonnenschein genossen. Das neue Heft wird Mitte Juli erscheinen.

So weit so gut. Ich wünsche allen eine sonnige Woche. Und tschüss.

http://www.torfschiffswerft-museum.de/

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Aller Anfang ist schwer

Blaumeisen

Nestflüchter

Das Blaumeislein ist ja sowas von entzückend. Das Nesthäkchen sieht noch etwas mürrisch aus. Vielleicht wäre es doch noch gerne im warmen Nest hocken geblieben, so schwanzlos, wie es ausschaut. Die Familie ist der Enge des Nestes entflohen und nun auf Entdeckungsreise durch den Garten. Heute ist übrigens der Tag des Gartens. Der erste Flug, das erste Bad, Futter selber suchen, es gibt soviel zu entdecken und zu lernen. Die Meisenfamilie hatte ihr Nest im Magnolienbaum im Beet an meiner Terrasse. Sie sind nicht sehr scheu, wir kennen uns.

Die ganze süße Rasselbande wurde von nur einem Elternteil groß gezogen, eine Mammutaufgabe. Ich habe Nachbars Katzen im Verdacht, die Meise erwischt zu haben. Zwei tote Drosseln und eine tote Blindschleiche gab es zuletzt in meinem Garten. Beweisen kann ich es nicht. Katzen gehören einfach nicht nach draußen in der Brutzeit der Vögel. Es macht mich wütend, wenn ich sie durch den Garten schleichen sehe.

Zuckerschock – Rufe nach Mama

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Das abenteuerlustige Geschwisterchen
Erster Badeversuch

Und in diesem Meisenheim im Magnolioenbaum war ihr zu Hause in den ersten Lebenswochen. Die Zeit bleibt nicht stehen, auch Meisen müssen aus dem gemütlichen Nest hinein ins raue Leben. Ich wünsche viel Glück.

Flügellos mit SchattenSchnappschuss im Kasten 😉
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