Weil es so schön war

Das Glück verfolgt mich. Das muss ich Euch zeigen.

Heute sass wieder ein mittlerer Weinschwärmer unter meiner Terrassenüberdachung. Schöner als sein Vorgänger, wahrscheinlich ganz frisch geschlüpft. Die Farben leuchteten nur so, dieses zauberhafte Geschöpf brauchte keine Photoshopverschönerung. Bei mir rankt Wein an der Terrasse – evtl. lockt das diese Nachtfalter an. Und ich liebe diese Besucher.

Habt ein wunderbares Wochenende

Eure Maren

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , , , , | 12 Kommentare

Bergfest

Die MItte der Arbeitswoche – Mittwoch. Heute ist Mittwoch.

Und ich hatte wieder Besuch auf der Terrasse, ein Besuch der mich glücklich machte. Der Besucher war zwar nur ein kleiner Nachtfalter, aber wenn man älter wird, dann machen auch die ganz kleinen Dinge glücklich.

„Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.“

Das sagte schon die Schriftstellerin Pearl S, Buck, deren Bücher ich früher verschlungen habe.

Jeden Morgen schaue ich gleich auf die Terrasse, weil selten zwar, aber doch immer mal wieder ein großer Schwärmerfalter irgendwo in einer Ecke den Tag verschläft. Kleine Falter verirren sich oft zu mir, aber die großen, die machen sich rar. Vorsichtig und langsam konnte ich auch diesen mittleren Weinschwärmer sanft dazu bewegen, auf meine Finger zu wechseln. Dann habe ich ihn auf einer Gladiole abgesetzt. Der Schöne blieb und flog nicht gleich davon. Einige bunte Fotos bleiben als Erinnerung.

Glück.

Froh bin ich auch, dass wir endlich unsere 2. Impfung erhalten haben, diesmal mit Moderna. Zuletzt hatte ich das Gefühl, Delta kommt schneller, als die Impfungen. Und die Impfverweigerer kann ich gar nicht begreifen.

Schau mir in die Augen (Kamera) mein Schöner

Die Raupen zu diesem Nachtfalter erscheinen mal in grünem Outfit und auch in schwarzem Outfit. Zu erkennen immer gut an den großen Scheinaugen. Sie fressen an meinen Fuchsien, aber auch an Weinblättern und Feuerkraut. Man kann sie gut entdecken aufgrund ihrer Farbe und Größe.

Klick ins Bild für eine größere Ansicht.

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , , | 8 Kommentare

Alle Jahre wieder ..

Ein Besuch in der Storchenpflegestation von Anke und Udo Hilfers in Berne im Ortsteil Glüsing.

Berne liegt von meinem kleinen Dorf aus gesehen auf der anderen Weserseite. Der schnellste Weg für uns ist immer die Fähre Farge/Berne. Es sei denn, sie fährt uns wie gestern vor der Nase weg. Nun denn, bei so herrlichem Sommerwetter ist das nicht weiter tragisch, am Fluss im Sommerwind auf die nächste Fähre zu warten ist entspannend, Weserluft schnuppern.

Udo Hilfers gründete die Station 1992 auf seinem Grundstück in Privatinitiative . Seitdem kümmert sich die ganze Familie um  Störche.  Das hat sich schnell herumgesprochen und so werden Fundstörche kurzerhand nach Berne gebracht. Die Station ist eine vom Land Niedersachsen anerkannte Storchenpflegestation. Dauerverletzte Störche finden dort eine Bleibe auf Lebenszeit. Aber, die ausgewilderten, gesunden Störche kehrten in jedem Frühling aus dem Süden zurück und bauten genau dort bei den Hilfers ihre neuen Nester. So entstand im Laufe der Jahre eine sehr große Storchenkolonie. Jeder Baum dort ist mit einem Nest besetzt. Die Wesermarsch ist ein Schwerpunktgebiet für Weißstörche in ganz Niedersachsen.

Die Coronazeit hat auch in der Storchenstation für finanzielle Ausfälle gesorgt, die Station mußte geschlossen bleiben, die Besucher und somit auch Spenden blieben aus. Nun hat sich die Coronalage etwas entspannt und ein Besuch auf der Storchenstation ist wieder möglich. Familie Hilfers bietet gemütliche Plätze in ihrem wunderschönen Garten mit Aussicht auf ganz viele Störche an, Kaffee wird ausgeschenkt. Gestern waren wir nicht die einzigen Storchenbeobachter. Für genügend Abstand zwischen den Bänken ist gesorgt. Alles coronaconform und sicher.

Zur Zeit herrscht besonders reger Flugbetrieb. Viele der Jungstörche der Generation 2021 sind schon flügge und starten Flugversuche aus ihren Nestern heraus. Die Landung zurück ins Nest klappt nicht immer, da werden viele Anflugversuche nötig und es ist aufregend und zugleich lustig, der Stochenjugend zuzuschauen. Es sind noch Nachzügler in den Nestern, die gefüttert werden und die Eltern tragen immer weiter Nistmaterial zum Auspolstern in ihre Nester. Oft nur geklaut aus dem Nachbarnest.

.

.

Geklappert wird den ganzen Tag, im kurzen Handyfilm ist die Geräuschkulisse zu hören.

Nach dem Füttern wird geklappert. Zur Begrüßung wird geklappert. Kein Wunder, dass sie Klapperstörche im Volksmund heißen. Wer also noch Lust hat, die Storchenstation zu besuchen, der wird dort herzlich empfangen und kann unbegrenzt die Storchenfamilien beobachten. Bald schon werden die Jungen alle ausgeflogen sein und sich vorbereiten auf ihren ersten Flug nach Afrika. Immer mehr Störche überwintern inzwischen in Südspanien und manche bleiben gar ganz hier. The times they are Changing – die Zeiten ändern sich. Das Klima ändert sich.

https://www.storchenstation.de/

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , | 13 Kommentare

Stars und Sterne

,

Wer Sterne am nachtklaren Sommerhimmel vermisst, der kann sich den Sternenhimmel als Blume in den Garten holen. Blue as blue can be. Jede Blüte zeigt andere Sterne, andere Himmel.

Die Hängepetunie „Night Sky“ wächst und gedeiht bei mir prächtig, vor den oft sehr starken Regengüssen muss ich sie allerdings schützen, ihre Sternenhimmelblüten sind zart und empfindlich.

Ich zähle jetzt die Tage bis zur 2. Coronaimpfung, derweil die indische Variante, genannt Delta, sich immer mehr ausbreitet. Solange gibt es vermehrt einen Gartenreport, ihr wisst schon – Höhlensyndrom 😉

Grüsslies und habt ein entspanntes Wochenende.

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Wat mut – dat mut …

.

Eine Königin am Gartenteich. Und wie man sieht, ist sie mit der Eiablage schwer beschäftigt, Und außerdem gut getarnt mit ihrem bunten Farbenmix. Vorher hat die Königslibelle ein Jahr als räuberische Larve im Teich gelebt und ihr Nachwuchs wird es ihr gleich tun.

Und wenn man so einen schönen Mann hat, dann fällt Familienplanung nicht schwer 😉

.

.

Nicht allen Libellen glückt der Start in ihr Landleben. Diese frische Libelle hat den falschen Platz für den Schlupf gewählt, sie konnte ihre Flügel wahrscheinlich nicht frei entfalten, außerdem regnete es stark. Leider kann man da gar nichts mehr tun, nicht mehr helfen. Ihr Schicksal ist besiegelt, entweder verhungern oder gefressen werden. Irgendwann war sie dann nicht mehr da. Eichelhäher zum Beispiel lieben frische Libellen und nicht nur die. Amseln und sogar die Mönchsgrasmücken gehen hier gern auf Libellenfang, wenn diese morgens noch frisch geschlüpft und sehr zart irgendwo im Schilf hängen. Libellen können ja erst wegfliegen, wenn sie ausgehärtet sind, was im besten Fall zwei Stunden dauert. In der Zeit sind sie völlig hilflos und nur ein gutes Versteck bringt Sicherheit.

.

.

Für listige grüne Teichfrösche sind Libellen übrigens auch das perfekte Frühstück.

Ein bisschen Gartenreport.

Ich hoffe – es gefällt. In 14 Tagen ist die Zweitimpfung dran, danach wage ich mich dann wieder mehr unter Menschen, hoffe ich. Das Höhlensyndrom lässt mich nicht los

😉

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 7 Kommentare

Erntehelfer

.

Ich fahre jetzt oft zum Erdbeerhof Klaus in Hoope in meinem Nachbardorf, es ist Erdbeerzeit und nirgends gib es in unserer Region so leckere frische Erdbeeren, wie eben dort. Jedesmal sehe ich einen großer Schwarm Spatzen im benachbarten Getreidefeld. Nun habe ich endlich meine Kamera mitgenommen, leider fliegen die flinken Spatzen immer rechtzeitig 10 m weiter vor mir her oder von mir weg. 😉

.

.

Im eigenen Garten wachsen wilde Walderdbeeren. Sie schmecken intensiv und lecker. Die Früchte sind klein und schmecken am besten von der Hand in den Mund. Sie wachsen hier im Wald an mehreren Stellen und auch in meinen Garten sind sie von ganz allein gekommen. Sie eignen sich ganz besonders gut als Bodendecker und tragen den ganzen Sommer über Früchte. Klein aber fein. Erdbeeren kommen übrigens aus Amerika, wußte ich bis vor kurzem auch nicht. Bin USA Fan und Erdbeerfan. Paßt doch 😉

.

http://erdbeeren-klaus.de/

Selbstpflücker sind willkommen auf dem Erdbeerhof Klaus in Hoope. Alles Weitere auf der Webseite im LInk.

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , | 8 Kommentare

Erlebnispfad Huvenhoopsmoor

.

… oder die letzten Tage des Wolllgraszaubers im Teufelsmoor. Bald sind die weißen Samen vom Winde verweht.

.

Kein besonders üppiges Wollgrassweiss erfreute mich am Huvenhoopsmoor Erlebnispfad, aber dafür habe ich dort meinen ersten bunten Stein gefunden. Das Bemalen und Auslegen solcher kleinen Steine mit herzlichen Botschaften ist im vergangenen Jahr zu einem beliebten Freizeitvergnügen für Jung und Alt geworden. Und gestern ausgerechnet im Huvenhoopsmoor habe ich endlich meinen ersten Stein gefunden.

.

.

Ein kleines Natur pur Ereignis habe ich dann am Moorauge entdeckt. Eine Gewöhnliche Ovalspinne hatte ihr klebriges Netz so raffiniert gespannt, dass ihr ein dicker Fang in eben dieses Netz ging. Eine so seltene zarte Rubinjungfer oder auch Scharlachlibelle (Ceriagrion tenellum) hauchte an einem schönen Junitag in den Fängen einer kleinen, giftigen Spinne ihr Leben aus. Sie mochte sich noch so sehr verbiegen, sie kam nicht mehr frei. Diese rote Libelle unterscheidet sich von der frühen Adonisjungfer durch ihre roten Beine, die Adonisjungfer hat schwarze Beine. Übrigens, Mooraugen sind kleine aber tiefe Seen, die sich in Hochmooren bilden können. Am Huvenhoopsmoor Erlebnispfad kommt man an einem solchen kleinen See vorbei. Ein Paradies für Insekten, besonders für Libellen. Und auch Ringelnatter und Kreuzotter habe ich dort schon entdecken können.

.

Schönes Erlebniswochenende wünsche ich euch – Herzlichst Maren

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Regen satt

.

Und zwar den ganzen lieben langen Montag. Ich bin nur kurz aus dem Haus gegangen, habe aber gut gelüftet nach den Hitzetagen, das war auch dringend nötig. Im Haus hatte es sich ordentlich erwärmt bei den 35° Außentemperatur der vergangenen Woche. Die tägliche Radtour durch die gute Landluft fiel auch aus. Aber, trotz Dauerregen war das Licht merkwürdig gut. Außerdem mag ich die Stimmung mit Regentropfen und Licht auf nassen Blättern.

Wie auf Kommando erschienen genau an diesem Regentag die Jungvögel der Generation 2021 und sie guckten recht bedeppert. Erst so heiss, dann so nass, das Leben scheint abwechslungsreich zu sein 😉

Ich hatte ja sowieso vor, diese Woche auf Fotosession zu gehen im Garten auf der Suche nach Jungvögeln. Dass das nun im Regen sein mußte, na gut ..

Am häufigsten erschienen kleine Kernbeisser, wir haben hier in jedem Jahr ein El Dorado für Kernbeisser, was mich mächtig freut. Der Nachbar hatte versucht, Bäume und Büsche umzupflanzen, ausgerechnet während der Hitzetage. Man konnte zugucken wie die Blätter verwelkten. Ein Sommerregenbild mit Herbstblättern über den Gartenzaun hinweg.

.

.

Grünfinken Generation 2021 waren unterwegs und ebenso Buchfinken. Die Dompfaffjungen habe ich dann leider nicht mehr fotografiert, sie kamen zu spät für mich, aber sie sind da. Nach einer gewissen Zeit draußen wurde es mir und der Kamera einfach zu nass. Bin froh dass es kein making of gibt.

Die angekündigten Unwetter haben unsere Region verschont. Die Waldbrandgefahr ist erstmal gebannt, nun darf der Sommer gerne wieder Fahrt aufnehmen.

In diesem Sinne – machts´s gut, bis demnächst

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 4 Kommentare

Gedankensprünge

Meine Güte waren das heiße Tage hier in meinem kleinen Dorf. Das war ja fast so heiss, wie damals in Afrika auf meiner Reise auf den Spuren der Grzimeks in Tanzania. Übrigens, wer kann sich noch an Professor Bernhard Grzimek und sein „Ein Platz für Tiere“ im Fernsehen erinnern? Ich war immer gespannt, welches Tier er mitbringen würde ins Studio. Und ich glaube, ich habe keine Sendung verpaßt. Und sein mit einem Oskar preisgekrönter Film „Serengeti darf nicht sterben“ würde heute wohl zensiert. Wenn ich mich richtig erinnere, sprach Grzimek unverblümt von Negern – und das ganz ohne rot zu werden. Wie sich die Zeiten ändern.

Oh sorry, Neues gibt es nicht zu berichten, es war heiss und ich habe die meiste Zeit Siesta gemacht. Die Gewitter heute Nacht haben uns nur gestreift.

Habt einen schönen Sonntag. Ich werde wohl versuchen, die jungen Kernbeisser – Generation 2021 – zu fotografieren, sie tauchten heute früh hier auf. Daumendrück, dass mir Fotos gelingen. Die zeige ich dann demnächst, nicht nur die ollen Kamellen aus Afrika. Wobei, keines dieser schmusigen Tiere hatte Grzimek damals mit im Studio 😉

.

https://de.wikipedia.org/wiki/Serengeti_darf_nicht_sterben

.

.

https://www.marenarndt.de/index.html

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , , | 8 Kommentare

Nach dem Kuckuck – nun die Kuckuckslichtnelke

.

Und mit den Kuckckuckslichtnelken kommen die Grünwidderchen. Es sind ihre Lieblingsblumen. Und auch wenn sie zu den Nachtaltern gehören, die Kuckuckslichtnelken verführen sie, auch am Tage aktiv zu sein. Leider werden diese pinkfarbenen Wiesen mit ihren türkisfarbenen Faltern immer seltener im Teufelsmoor. Im Seemoor gibt es noch eine dieser ganz besonderen Wiesen. Was für ein Traum in Pink.

Waldbaden ist ja inzwischen auch bei uns sehr modern und zu einem Begriff geworden. Es werden Kurse angeboten und Bücher mit Ratschlägen gibt es gleich mehrere. Wobei ich zugebe, ich mache das schon lange, schon so lange ich draußen in meinem kleinen Dorf am Waldrand lebe und ich kann gar nicht genug davon bekommen. Waldbaden, das ist Energie für Körper, Seele, Geist. Man muss nur mit allen Sinnen genießen, die Farben, den Geruch, den Wind auf der Haut, das Summen der Bienen und Hummeln, den Gesang der Vögel und naja auch das Quaken der Fösche. Das Wohlgefühl kommt dann von ganz alleine.

Ton an:

Manchmal fahre ich auch raus ins Moor. Moorbaden ist genau so wunderbar entspannend. Das Wollgras zeigt jetzt wieder seine weißen Puschel im Hamberger Moor. Im Seemoor haben wir allerdings kein Wollgras, da gibt es Frösche und Kuckuckslichtnelken und Grünwidderchen.

Und das ist einer der Krachmacher ..

Kommt gut durch das Wochenende mit oder ohne Waldbaden, einfach mit allen Sinnen genießen.

Veröffentlicht unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 7 Kommentare