Lieblingsfotos, oder …

.. boah – 799 Blogbeiträge

Und dieses soll nun Nummer 800 werden. Jedenfalls sagt das WP. Und ich habe nichts – kein Thema, nichts passiert hier, jeden Tag Alltag, das Wetter ist grau in grau, mir fällt nichts ein. Donnerwetter und was nun.

Ich habe eine Idee 😉

Herde Elks im Yellowstone

Ich glaube, jeder Fotograf hat sie – die Lieblingsfotos. Entweder sind sie besonders gut gelungen, oder sie haben einen ganz besonderen Erinnerungswert, oder es ist ein Motiv, welches man sich schon so lange gewünscht hatte.

Bild 1 ist ein ganz besonderer Moment, erlebt im Yellowstone. Auf der Straße vom Lamartal zurück nach Gardiner in unser Hotel – es ist Herbst 2008 – der ganze Tag war irgendwie ereignislos gewesen. Da sah ich schemenhaft hoch oben an der Felsenkante diese Herde Wapitis. Vom Felsenrand schaute der Herr der Herde mitsamt seiner Vielzahl an Frauen auf uns herunter. Da sind Entscheidungen in Sekundenschnelle fällig, diesmal bedeutet die Entscheidung: Vollbremsung 😉

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Guide in Tanzania

Und nun purzeln sie mir nur so ins Gedächtnis, meine Lieblingsfotos. So strahlt unser Tourguide Eki im September 2011 mit der Sonne um die Wette in Tanzania. Wir haben uns wirklich prächtig verstanden, als er uns die Serengeti zeigte, Eki-Guide, immer guter Laune und voller Inspiration und Wissen über die Natur, die Serengeti und die anderen Nationalparks in Tanzania, durch die er uns noch führte. Immer entdeckte er die Tiere als erster, obwohl wir während der gesamten Tour nichts unversucht ließen, ihn darin wenigstens einmal zu schlagen. Wir, das waren übrigens mein Sohn und seine Frau. Wir waren zusammen mit Eki Guide ein tolles Team. Ich habe die Wildlife – Fotos beigesteuert, wozu hätten sie mich sonst schon mitnehmen sollen 😉

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Lathe Arch Alabama Hills

Oder dieses Foto aus dem Februar 2014 – Lathe Arch in Californiens Eastern Sierra in den Alabama Hills. Ich war bisher davon ausgegangen, dass alle Arches groß und mächtig sind wie im Arches National Park in Utah. So war ich in den Alabama Hills kurz vor Sonnenuntergang hektisch auf der Suche nach dem berühmten Lathe Arch. Ich fand und fand ihn nicht und der Sonnenuntergang war so nahe. Und dann stand ich wie aus dem Nichts vor dem dringend gesuchten Arch mit der Erkenntnis – der Lathe Arch ist winzig klein und liegt versteckt zwischen Felsbrocken. Er liegt sogar in einer Vertiefung, fast unsichtbar. Inzwischen war die Sonne schon hinter dem Mount Whitney verschwunden. Meine Stimmung auf einem Tiefpunkt – und dann völlig unerwartet gab es ein Sonnenstrahlenspektakel hinter dem Mount Whitney. Glück muss man haben.

Und es erscheinen viele Bilder vom kleinen Lathe Arch wenn man googelt, aber keines wie meines 😉

Und jetzt stecke ich so richtig drin im Thema – Lieblingsfotos. Und da beginnt das Problem, es sind zu viele 😉

Ich muss mich ausbremsen.

Labkraut Schwärmer
Mittlerer Weinschwärmer

Wenn ich morgens den ersten Blick hinaus in den Garten werfe und ein besonderes Insekt sich an meinem Fenster nieder gelassen hat – immer dann beginnt mein Tag perfekt, immer dann gibt es mindestens ein neues Lieblingsfoto.

Und jetzt gibt es ne Pause – Beitrag 801 wird ein wenig auf sich warten lassen…..

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Bremen – Bunter geht´s nimmer

Lichter der City – Bremer Fassaden in krassen Farben

Schnoor 1

Bis einschließlich 15. Januar 2023 werden Fassaden einiger markanter Häusern in der Bremer Innenstadt illuminiert mit Bild- oder Videoprojektionen. Ein bisschen mehr Licht in der dunklen Jahreszeit ist nicht schlecht und lockte sogar mich wieder nach Bremen. Täglich bis 21:30 h sind die Lichter an, produziert mit Ökostrom, habe ich gelesen.

Mir persönlich hat das Haus im Schnoor 1 am besten gefallen, 2 Projektionen wechseln von Zeit zu Zeit. Außerdem ist ein Abendbummel durch den Schnoor wirklich sehr nett. Habe ich lange nicht mehr gemacht, also besten Dank der City Initiative für das bunte Lockangebot.

Schnoor 1
Landesbank

Ich bin total entspannt und gemütlich durch die Innenstadt gebummelt, habe einen Abstecher zum Schnoor unternommen und überall tauchten leuchtende Fassaden auf. Nicht schlecht gemacht – die Lichter der City. Licht lockt also nicht nur die Motten an, auch mich 😉

Rathaus und Handelskammer
Liebfrauen Kirche mit Stadtmusikanten
Bremer Stadtmusikanten

Und auch die Bremer Stadtmusikanten bekamen was ab vom bunten Licht. Täglich werden sie ohne Unterlass dauerbetätschelt – es soll ja bekanntlich Glück bringen. Ich habe jetzt ein Foto mehr des immer geduldigen Esels. Die grellbunte Fassade der Liebfrauen Kirche färbte ein bisschen ab auf den glänzenden Glücksbringer.

Und für ein Handyfilmchen reichte es dann auch noch. An diesem Abend war es friedlich in Bremens guter Stube. Ich habe mich wohl gefühlt.

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Jahresrückblick

Und schon wieder ist ein Jahr vorüber.

Wremen – mit Leuchtturm Kleiner Preusse

Ich eile von Jahresrückblick zu Jahresrückblick, so scheint es mir. Je älter ich werde, desto schneller verrinnt die Zeit. Ich habe bis vor kurzem noch von den 2 Jahren Corona erzählt, verlorene Jahre für viele Menschen, ganz besonders für Kinder. Und dann machte man mich darauf aufmerksam, dass uns Corona schon 3 Jahre plagt.

Zum Januar gehört das Bild vom Sonnenuntergang in Wremen. Wremen ist im Winter immer einen Ausflug wert, ganz besonders zum Sonnenuntergang und für einen kleinen Spaziergang im frischen Seewind. Im Sommer ist es mir zu voll dort. Im Winter teile ich mir die Aussicht nur mit ein paar Vögeln.

Apropos Vögel, im Februar hatte der Verein Reiherschutz Niedersachsen in Meyenburg einen verletzten Sperber gesund gepflegt, der Vogel wurde wieder ausgewildert. Ein wunderschönes Tier. Ein bisschen bewegungsunscharf ist er, ich wollte nicht blitzen.

Sperberweibchen beim Reiherschutz Niedersacshen

Wenn im März die Krokusse blühen, kommt mein Makroobjektiv endlich wieder zum Einsatz. Ich liebe die Zeit der Naturmakrofotografie. Wenn sich dann noch das Gerippe eines Magnolienblattes dekorativ über eine Krokusblüte gelegt hat, dann ist die Welt wieder in Ordnung nach einem langen Winter.

Krokus unter Magnolienblattgerippe

Im April schritt der Frühling zügig voran, aber ich habe ihn fotografisch links liegen gelassen. Ich hatte den Auftrag, möglichst alles was der Künstler und Architekt Bernhard Hoetger in Bremen und Worpswede geschaffen hatte, zu fotografieren. Das war natürlich in erster Linie die Böttcherstraße mit all ihren Sehenswürdigkeiten. Der Himmelssaal von Hoetger ist ein absoluter Höhepunkt. Er ist im obersten Stockwerk des Radison Blue Hotels. Es gibt Führungen in der Touristik Info zu buchen. Ich hatte Dank Fotoauftrag vom Verlag das Vergnügen, den Schlüssel für den Saal zu bekommen und konnte mich dort ganz alleine mit der wundervollen Architektur Bernhard Hoetgers auseinandersetzen. Das war in der Tat ein Highlight. Im Frühling soll das Buch erscheinen, ich sehe gerade, dass ich auch hier im Blog gar nichts darüber berichtet habe. Das Buch soll (hoffentlich) im Frühjahr erscheinen. Ich hoffe, ich finde meine Fotos darin wieder.

Himmelssaal in der Böttcherstraße Bremen

Der Mai zeigte sich von seiner grünen Seite, Ich mitten drin. Zu den Kratteichen bin ich gefahren und natürlich in die Moore der Umgebung und nach Worpswede. Es war ein schöner Monat, dieser Mai 2022. Wunderbare Tage haben wir in Prerow und auf Rügen verbracht. Teils mit heftigem Mairegen, der ja bekanntlich größer macht ( altes Kinderlied, fällt mir gerade so ein) aber auch die Sonne ließ sich blicken. Und natürlich habe ich auch das beliebteste Fotomotiv in Ahrenshoop aufgenommen. Dieses wunderschöne Haus am Ostseestrand ist inzwischen so etwas wie ein Wahrzeichen von Ahrenshoop und in jedem Katalog und jeder Werbung enthalten, die Ahrenshoop betrifft..

Ahrenshoop

Der Juni ist der Monat der Jungvögel gewesen, die hoffentlich je nach Art gesund und munter so nach und nach die Nester verlassen hatten. Störche brauchen für die Aufzucht etwas länger und so empfing mich auch im Juni noch aufgeregtes Storchengeklapper aus den vielen Nestern dort in der Kolonie der Storchenpflegestation Berne. In diesem Sommer wütete dort leider auch die Vogelgrippe und hat viele Störche getötet. Manche Storchenpaare üben allerdings den ganzen Sommer lang und haben doch kein Ei im Nest.

Störche in der Storchenstation Berne

Im Juli war echt viel los. Moor, Makros, Moosbeeren – alles dabei, was einen richtigen Sommer ausmacht. Aber der Juli-Höhepunkt war der spontane Entschluss mit den Enkelkids nach Bad Segeberg zu fahren, zum Kalkberg, zum „Ölprinz“. Das hat mir so gut gefallen, dass ich für 2023 schon wieder Karten für die ganze Familie habe. Leider spielt Sascha Hödl dann nicht den Winnetou. Dieser junge Schauspieler, der für den erkrankten Alexander Klaws schon bei der Premiere des „Ölprinzen“ eingesprungen war, hat Winnetou, dem Helden meiner Jugend, die Würde gegeben, die Karl May der Figur des edlen Apachenhäuptlings zugedacht hatte. Ich war nachhaltig hin und weg. Oute mich als Sascha Hödl /Winnetou Fan und das in meinem fortgeschrittenen Alter, das will schon was heißen.

Sascha Hödl als Winnetou in Bad Segeberg

Im August war soviel los, da fiel die Entscheidung schwer, was ich hier denn nun priorisieren werde. Es gab die Sitzung vom Heimat-Rundblick und die lange HammeNacht und viel Natur. Aber ich war auch mit den Kids bei Tanja Askani und den Wölfen im Wildpark Lüneburger Heide, wie jedes Jahr, Und wie man sieht, hat Tanja nicht nur weiße Wölfe, nein auch einen weißen Waschbären. Zuckersüss.

Waschbär im Wildpark Lüneburger Heide

Im September überschlugen sich die Ereignisse fast. Wieder bei Tanja im Wildpark, Erntefeste fanden auch statt, jedes Dorf hier im Moor feiert sein eigenes Erntefest. Wir waren bei den Hirschen auf dem Darss. Aber für mich war nichts wichtiger, als meine Moosbeeren im Auge zu behalten, Nach jahrelangem Suchen hatte ich endlich eine winzig kleine Stelle gefunden, wo diese Moorpflanze blühte und Früchte trug. Ich dachte schon, nur die Fotografen, die nach Schweden reisen, finden diese Miniblüten. Nein – es gibt sie noch im Teufelsmoor. Ich verrate aber nicht, wo.

Blüte der gemeinen Moosbeere

Oktober schon, der Herbst nahte. Über 30 000 Kraniche bevölkerten das Kulturland Teufelsmoor, weithin zu hören waren täglich ihre Trompetenrufe. Wir hatten einen wunderbaren Oktober, warm und sonnig und viel zu trocken, wie schon Sommer auch zu trocken war. Ich erinnere mich, jedes Gewitter zog an uns vorbei und meine Angst vor Waldbrand stieg an. Wir wohnen ja am Waldrand. Nun, es ging alles gut und die Oktobersonne machte Lust noch schnell mit den Kids in den Serengetipark Hodenhagen zu fahren, bevor dieser Ende Oktober seine Pforten für die Winterpause schloss. Hübsch geschmückt war der Park, ready for Halloween.

Halloween im Serengetipark Hodenhagen

November – die meisten Kraniche machten sich irgendwann im November auf den Weg nach Süden. Aber immer mehr dieser Vögel des Glücks bleiben auch hier im Teufelsmoor. Ich höre sie immer noch rufen auf den abgeernteten Feldern und auch auf Wiesen. Ein paar Tage Eis und Schnee scheint ihnen nichts auszumachen. Der Vorteil ist halt, sie sind schon da im Brutrevier bevor die anderen Kraniche ankommen und können sich so im Frühjahr die besten Brutplätze reservieren.

Kraniche

Und schon bin ich im Dezember mit dem Rückblick angelangt. Der Dezember war endlich wieder der Monat der Weihnachtsmarktbesuche. Das ist jetzt wieder erlaubt, wie früher in diesem anderen Leben ohne Maske, dem Leben ohne Corona, ohne Inflation, ohne Krieg. Ich jedenfalls hätte es nicht für möglich gehalten, dass in Europa jemals wieder ein so schlimmer Krieg herrschen würde. Und so bleibt mir nur zu wünschen – möge alles Böse im Neuen Jahr enden, Kriege, Inflation, Armut, Hunger. Wie das allerdings gehen soll, das Rezept hat leider niemand.

Weihnachtsmarkt Worpswede

Kommt gut rüber – man sieht sich hier in diesem Theater im nächsten Jahr.

Ich jedenfalls bedanke mich, dass es Euch hier gibt, ich bedanke mich für Eure Likes, Kommentare und Mails.

Eure Maren

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Weihnachten naht

Und kommt wie jedes Jahr immer sehr plötzlich

Ich erinnere mich, im Jahr 2010 hatten wir schon im Dezember jede Menge Schnee. Und oh Wunder, der Schnee blieb lange Zeit liegen, bedeckte die Landschaft, die Flüsse gefroren.

Ich habe mich damals täglich durch das Teufelsmoor fotografiert, ich erinnere mich noch genau an diese unglaublichen Winterfreuden.

Und dann rief Mitte Dezember meine Zeitung an, bei der ich damals schon als freie Mitarbeiterin tätig war, und bat mich zu netten Leuten mit einer zauberhaften Tanne in einem verschneiten Garten zu fahren für ein Foto. Ich erinnere mich noch genau wie wunderschön der Baum in der blauen Stunde leuchtete. 2010, damals schrieb ich noch keinen Blog – darum habe ich heute in meinem Archiv gekramt und hole das nach. Winter im Teufelsmoor von seiner schönsten Seite. Im Fotoarchiv bleibt alles frisch, der weiße Schnee und auch 12 Jahre alte Weihnachtsbäume.

Ich freue mich, dass ich Euch hier in diesem Forum gefunden habe.

Frohe Weihnachten wünsche ich Euch.

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An der Nordseeküste

Winterwunderland

Ein Wochenende in Eis und Schnee in Cuxhaven und Dorum. Bei uns im Teufelsmoor, in Bremen und umzu hat es keine einzige Schneeflocke geschneit, es war nur bitterkalt. So kalt, dass in Bremen Eislaufen ermöglicht wurde auf der Semkenfahrt. Die Hamme war auch zugefroren, aber es reichte nicht zum Betreten. Aber oh Wunder, an der Küste, da hatte es geschneit. Ich habe die Webcams gefragt und sie zeigten das Winterwunderland. Also sind wir hingefahren, um es zu genießen. Wir haben lange Schatten geworfen.

An der Kugelbake in Cuxhaven – Döse fahren Schiffe auf ihrem Weg von und nach Hamburg sehr dicht vorbei, siehe im Film. Das ist immer wieder eine Augenweide und ein Anziehungspunkt für viele Strandbesucher. Am Sonntag schien die Sonne, der Wind blies kalt, so ist es eben an der Nordsee. Warm anziehen hilft. Am Samstag in Dorum war es saukalt und der Nebel war dort wirklich eine dicke Suppe. So freuten wir uns über den sonntäglichen Sonnenschein..

Cuxhaven Döse – an der Kugelbake und Dorum

Im Mittelalter war das Wort Bake die Bezeichnung für Seezeichen. Die Kugelbake ist also das Seezeichen für den Punkt in der Nordsee vor Cuxhaven, wo das Meer beginnt und die Elbe endet.

Mich locken sowohl die passierenden Schiffe, als auch die Wattvögel, die besonders im Winter dort zu sehen sind. Allerdings war diesmal ablaufend Wasser und je weiter weg das Wasser schon vom Strand ist, desto weiter weg sind auch die Vögel, bis auf ein paar Ausnahmen. So sind die Eiderenten im Winter eigentlich immer direkt hinter der Kugelbake im Wasser anzutreffen. So war es auch am Wochenende und deswegen gehe ich bei Wind und Wetter immer auch hinter die Kugelbake für ein paar frische Eiderentenfotos. Die Männchen sind besonders hübsch anzusehen, wie so oft im Reich der Gefiederten. Eiderenten sind im Sommer hoch oben im Norden anzutreffen, aber im Winter finden sie es bei uns schick.

Eiderenten

Einsame Muschelsucher konnte ich ebenfalls noch hinter der Kugelbake entdecken, Austernfischer und Silbermöwe hofften, zwischen den Molensteinen Leckerbissen zu finden, immer wenn die Wellen die Steine kurz frei gaben, bis eine neue Welle heran rauschte.

Junger Austernfischer
Junge Silbermöwe

Den Ausflug in den Winter haben wir genossen. Über das Wetter heute schreibe ich lieber gar nicht. Es traf genauso ein, wie es die Wettervorhersage voraussagte. Eisregen, der inzwischen schon in Dauerregen übergegangen ist, viele Verkehrsunfälle verursachte und den Kindern im Landkreis einen schulfreien Tag schenkte..

Was ich noch sagen wollte – ich stelle fest, eigentlich passiert bei uns in jedem Jahr dasselbe. Wenn man im Blog blättert, fällt das ganz besonders auf. Man hat so seinen Lebensrythmus, dazu gehört mindestens ein Besuch an der Nordsee. Harriersand ist auch immer gern dabei, Bremen, Fischland Darss und dann natürlich das Teufelsmoor und viele Vögel und Insekten 😉

Mal sehen, was uns 2023 bringen wird.

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Goldenes Licht verzaubert Harriersand

Winterlicht

Der Winter ist nun auch bei uns angekommen. Hat in diesem Jahr immerhin bis weit in den Dezember hinein gedauert. Nun ist es aber bitterkalt. Für mich ist das die perfekte Jahreszeit, das perfekte Wetter für einen Ausflug nach Harriersand. Die Insel in meinem Landkreis Osterholz ist im Sommer voller Touristen aus der Umgebung, die am Weserstrand Erholung suchen. Im Winter dagegen kommen die unzähligen Gäste von viel weiter her, sogar aus Sibirien kommen sie angeflogen. Wildgans und Co auf der Suche nach offenem Wasser und grünen Wiesen und einem hoffentlich nicht so strengen Winter.

Seit einigen Jahren sind auch Seeadler in der Region Wesermarsch ansässig, manchmal kommen sie über die Weser geflogen und bringen äußerst viel Unruhe unter die Gänse.

Einen kleinen Schwarm großer Brachvögel habe ich über dem Fluss entdeckt, hätte sie gern auf den Wiesen fotografiert. Kurz vor Sonnenuntergang hat man zwar goldenes Licht, aber die Vögel sind halt schon auf dem Weg zu ihren Schlafplätzen.

Große Brachvögel
Graugänse

Ich hatte mein 600 mm Objektiv auf der Kamera, weil die Gänse sehr scheu sind und sich meistens weit weg vom Weg niederlassen. Das war diesmal anders, die Vögel saßen tatsächlich direkt neben der kleinen Inselstraße und ich war mit den 600 mm viel zu dicht dran. Mit dieser Brennweite hat man bekanntlich immer nur eine ganz geringe Tiefenschärfe. Die Rehe im Hintergrund kann man noch erahnen mit ein bisschen guten Willen.

Zum Abschluss noch ein bisschen Minimalismus – Träumen vom Sommer, vielleicht im warmen Sonnenschein ein erfrischendes Bad in der Weser nehmen 😉 .
Die Realität sieht kalt aus – minus 6° – aber kein Schnee. Dem Wasser sieht man die Kälte nicht an. Da wird man wohl noch träumen dürfen.

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Bummeleien

Bunte Lichter leuchten

Ich eile ja fast von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt. Letzte Woche Osterholz-Scharmbeck, jetzt Bremen.

Meinen Bummel über den Bremer Weihnachsmarkt habe ich bei den berühmten Stadtmusikanten begonnen. Die Weihnachtsbeleuchtung als Spiegelung im Rathausfenster. Auch mal nett. Ratet mal, wie lange ich dort stand, bis ich die Stadtmusikanten endlich für Sekunden ohne Publikum für mich hatte, für gerade mal eine Aufnahme. Jeder will die Eselnase berühren, oder die Beinchen, sich etwas wünschen, es heißt, die Wünsche gehen Erfüllung. Die Enkelkids wollten davon allerdings nichts wissen, sie sagen, es hätte schon im vergangenen Jahr nicht geholfen 😉

Weiter ging es zum Domshof, es regnete ganz leicht, die Pflastersteine glänzten nass und gaben der Szene ein noch bunteres Aussehen. Am Dom vorbei bummelten wir über den Marktplatz zum Rathaus und Roland. Das jährliche Weihnachtmarktbild mit Rathaus zu schießen, das ist ein MUSS 😉

In der Böttcherstraße war es ruhig, die Ruhe vor dem Sturm sozusagen, bevor wir den Schlachtezauber erreichten. Ich liebe es übrigens durch die Böttcherstraße zu bummeln, auch wenn wir das berühmte Glockenspiel gestern nicht gehört haben, aber wir haben es schon mal den Kids gezeigt. Wenn dann noch die Domglocken läuten, stellt sich ein wirklich festliches Ambiente ein in Bremens guter Stube zur Weihnachtszeit.

Ja und dann genossen wir den Schlachtezauber, der sich von Jahr zu Jahr mehr zum beliebtesten Teil des Bremer Weihnachtsmarktes entwickelt hat. Blaues Licht – blau ist meine Lieblingsfarbe – verzaubert den mittelalterlichen Markt an der Weser. Übrigens, die meisten Leute hielten sich an den Glühweinständen auf 😉

+

Und morgen beginnt in Worpswede der Weihnachtsmarkt, in der Bergstraße vor der großen Kunstschau. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Schneeflöckchen, Weissröckchen

Zwei Schneeflöckchen habe ich gestern schon gesehen

Schneeflöckchen, Weißröckchen
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.
Komm setz dich ans Fenster,
du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.
Schneeflöckchen, du deckst uns
die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh’.
Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal.
Dann bau’n wir den Schneemann
und werfen den Ba
ll.

Und auch ein Schneemann gab sich die Ehre.

Nach 2 Jahren Coronapause endlich wieder bummeln über den kleinen, gemütlichen Weihnachtsmarkt in Osterholz Scharmbeck rund um die Willehadi Kirche und unter der alten Kaiser Wilhelm Eiche auf dem Marktplatz.

Es roch nach Glühwein und Bratwurst und all den anderen Köstlichkeiten, die nirgends so gut schmecken, wie auf einem Weihnachtsmarkt.

Dem Energiesparen angemessen, war die Weihnachtsbeleuchtung ein bisschen weniger üppig, aber ausreichend. Und wir alle wissen ja, warum das so ist. Kinderaugen leuchteten um so heller.

Ich wünsche Euch einen besinnlichen 2. Advent. Und Weihnachten wünsche ich mir noch viel mehr Schneeflöckchen – alle Jahre wieder.

Weihnachtsmarkt (vor Corona )
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Spiegeleien

In der Marcus Heide in Worpswede steht eine „Frau mit Schirm“. Jahr ein Jahr aus steht sie dort und ich hoffe, der Künstler wird sie in Worpswede noch lange stehen lassen.

Der Künstler ist Roland Darjes

Ich komme an dieser Figur nie vorbei, ohne ein Foto zu machen. Die Frau mit Schirm und alle anderen Spiegelfiguren sehen immer anders aus. Im weißen Schnee kann sie fast in der Landschaft verschwinden oder aus einer anderen Perspektive ein wildes Muster tragen…

Roland Darjes hat 10 Spiegelfiguren in Worpswede aufgestellt. Im Link könnt ihr sehen, wo genau sie zu finden sind. Wobei ich momentan nicht weiß, ob sie alle noch da sind.

https://www.worpswede-touristik.de/spieglein-spieglein-in-worpswede/

Manchmal mache ich ein Selfie. Es ist nahezu der einzige Ort, wo ich überhaupt mal ein Selfie mache. Ich bin kein großer Freund von Selfies. Aber diese Spiegelfiguren reizen mich nun mal. Da kann ich nicht einfach so dran vorbei gehen, auch wenn man sich verrenken muss und alles ein bisschen strange aussieht – eben gerade deswegen. Ich weiß von Freunden, denen es genauso geht 😉

An der Hamme bei Neu Helgoland steht der Mann mit Hut. Auch nett. Man guckt zweimal hin, gell…

Schönen Dank an den Künstler für die Spiegelfiguren im öffentlichen Raum Worpswede.

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Vita

Roland Darjes wuchs auf in Worpswede, während seine Eltern die Bremer Shakespeare Company gründeten. Er zeichnete und malte viel in seiner Kindheit, besuchte eine Highschool in den USA mit dem Schwerpunkt Kunst und studierte nach dem Abitur Kommunikationsdesign in Hamburg.
Nach Aufenthalten in den USA und Argentinien führte ihn sein Interesse für fremde Kulturen und Sprachen vor 11 Jahren nach China. Hier arbeitet er heute als freier Künstler. Er experimentiert mit neuen Medien und kreiert Skulpturen und Installationen.
Mittlerweile stellt er international aus und pendelt zwischen dem großen schnell-lebigen Shanghai und dem kleinen, idyllischen Worpswede.

Quelle: Worpswede offene Ateliers

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Ein Männlein steht im Walde

Wer oder was ist „Ein Männlein steht im Walde“ …

Ich habe Zeit meines Lebens gedacht, es wäre der Fliegenpilz.



Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm;
es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein mit dem purpurroten Mäntelein?

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein mit dem kleinen schwarzen Käppelein?

Aber der Fliegenpilz hat kein schwarzes Käppchen.

Und dann habe ich gelesen, dass Hoffmann von Fallersleben selbst erklärt haben soll, es wäre die Hagebutte. Na sowas!…

Wie auch immer – der knallrote und giftige Fliegenpilz ist der Pilz des Jahres 2022. Jeder kennt ihn. Und das kann nun wirklich nicht jeder Pilz von sich behaupten.

Es regnet heute und es stürmt – der goldene Herbst ist beendet. Fliegenpilze werden den Regen begrüßen, es ist trocken im Wald, der Regen ist ein Segen.

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Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat den Sumpf-Haubenpilz zum „Pilz des Jahres 2023“ gewählt. Also für das kommenden Jahr wurde ein ziemlich unbekannter Pilz gekrönt und ich habe tatsächlich auch kein Foto davon. Noch nie gesehen – Tztztz ….

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