Was verloren ging

Rundblättriger Sonnentau

Der Jahresbeginn ist bei mir die Zeit, im Fotoarchiv aufzuräumen. Dabei finde ich oft Aufnahmen, die mir seinerzeit nicht gefielen oder sonst wie nicht gebraucht wurden. Also nichts sonderlich Aufregendes. Wenn da nicht vermehrt Naturfotos auftauchen würden, die ich heute so nicht wiederholen könnte.

Im Hamberger Moor gab es früher verzauberte Orte mit viel Sonnentau. Komme ich dort heute vorbei, finde ich Heide vor, anstatt Sonnentau, verwuchert mit jeder Menge Gras. Das ist schade. Der fleischfressende Sonnentau ist zu klein, um sich gegen Gräser und Heide durchsetzen zu können. Sonnentau wächst auf mageren Moorböden, seine Nährstoffe holt sich die Pflanze, indem sie mit klebrigen Fühlern versucht, Insekten zu fangen.

Manch ein Insekt verliert allerdings sein Leben, ohne dass es die Pflanze ernährt. In den Flügeln der Florfliege steckt kein Lebenselixier für den Sonnentau, das Insekt schafft es aber dennoch nicht, sich zu befreien.

Florfliege

Im Huvenhoopsmoor wuchs bis vor wenigen Jahren auf großer Fläche der mittlere Sonnentau. Man konnte das vom Kranichbeobachtungsturm gut einsehen. Leider gewann auch hier das Gras die Oberhand.

Mittlerer Sonnentau

Vereinzelt wächst  sicher noch der Sonnentau, aber das müßte dann schon an sehr verborgenen Orten sein, die mir nicht bekannt sind. Hoffen wir mal so.

Größere Ansicht gewünscht  für die kleine Blume – dann klick ins Bild.

*

P.S.

Schreibe niemals Blog, wenn Du einen Kuchen im Ofen hast. Mein American Lime Pie ist ein  bisschen arg braun geworden ;-(

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Momentaufnahme

Ein Auge ist weg, aber noch hält sich unser Schneemann von vorgestern tapfer aufrecht. Derweil unsere Maulwurf Großfamilie weiter wütet.

Vögel zählte ich gestern, die Amsel führt den Reigen an mit Stück 7 an der Zahl.

Eichhörnchen sollten wir ja nicht mitzählen 😉

Ja und im Corona Lockdown hat man gefühlt viiieeel mehr Zeit.

Schönen Sonntag noch..

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Erinnerungen

Und die Sehnsucht nach mehr Schnee hier im Teufelsmoor, die führt meine Erinnerungen zurück zur Winterreise zu den Baumgiganten des Sequoia National Parks in Kalifornien und bis hinauf in den Yellowstone. Und ich staune heute, mit welchem Leichtsinn wir all die Fahrten unternommen haben. Gut gegangen und Glück gehabt, kann ich nur sagen. So eine Winterreise durch die USA ist nichts für Angsthasen 😉

Vom sonnigen Los Angeles zum eisigen Yellowstone NP und von dort zurück über den Lake Tahoe zu den Sequoias im tiefverschneiten gleichnamigen Nationalpark. Im Sommer ist es dort überall sehr voll, man kommt zum uralten General Sherman Tree kaum hin wegen Parkplatzüberfüllung. Und im Winter waren wir dort allein.

An der Interstate 15 bei Cedar City waren wir ein paar Stunden nach Abfahrt aus L.A. das erste Mal in Schnee und Eis geraten. Das zwang uns zum Stop in einem Motel an der Autobahn. Wir ergatterten das letzte Zimmer. Am nächsten Morgen war unser Auto ein unförmiger  Eisblock. An einer Tankstelle besorgten wir uns Eiskratzer und Enteiser und schafften es irgendwie nach Salt Lake City, wo wir den Leihwagen am Airport gegen ein wintertauglicheres Auto tauschten.

In West Yellowstone haben wir uns Schneeketten kaufen müssen und erst danach fühlten wir uns besser. So dick vereiste Straßen hatten wir  noch nicht gesehen. Und in Wahrheit hatten wir immer wieder sehr viel Glück, dass das Winterwetter für die Verhältnisse noch moderat war und es gut mit uns meinte.

Für die Tiere im Yellowstone ist der Winter eine harte Zeit, nur die Wölfe haben leichtes Spiel, Beute zu machen.

Als wir das malerische Lake Tahoe verliessen, wurden am folgenden Tag wieder einmal alle Pässe gesperrt wegen massivem Neuschnee. Egal, wir waren drüben auf der anderen Seite der Sierra Nevada, auf dem Weg in die warme Sonne 😉

Im Death Valley haben wir uns von der Kälte erholt – aber extrem schön, aufregend und unvergesslich war es im tiefen Schnee der Nationalparks-

Es sieht nicht so aus, als ob wir bald wieder reisen könnten. Corona läßt nicht locker. Vielleicht Ende des Jahres, vielleicht im nächsten Jahr erst.

Wie auch immer, man muss es nehmen wie es kommt. Bleiben wir gesund und hoffen auf die Impfung. Man ist bescheiden geworden, Streaming Dienste haben Hochkonjunktur….

Und die Zeit, die ich jeden Tag am PC im Fotoarchiv verbringe, die wird immer länger.

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Schnee !!!!!!!!!!!!!!

Wow – heute früh war er da – SCHNEE. Mickrig zwar, aber den Kiddies reichte es für einen Schneemann im Garten und Schneeballschlachten lagen auch drin. Ein bisschen Glück im Dauerlockdown.

Unsere Mitbewohner, Großfamilie Maulwurf,  hatten wieder überall ordentlich gewütet und Erdberge erschaffen, was den Schneemann ein wenig anschwärzte. Außerdem war der Schnee fies nass, der dicke nasskalte Mann drohte umzufallen und mußte dringend im Unterbau abgestützt werden. Noch steht er 😉

Der Hund immer dabei und auch eine Haubenmeise fragte sich, was da im Garten so passiert.

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International Bird Day

Habe eben gelesen, dass heute International Bird Day ist, also der Internationale Vogeltag.

Da schieb ich doch noch schnell ein paar Vögel hinterher und erinnere an die Stunde der Wintervögel am kommenden Wochenende.

Wintergoldhähnchen und Kernbeisser sowie Amselmädchen und Dompfaff wollten aufs Bild 😉

Morgen soll es bei uns schneien, zu 90 % sagt mein Handywetter.

Na denn…

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Willkommen 2021

.. es kann nur besser werden, immer schön positiv denken, auch wenn der Lockdown verlängert wird, auch wenn es an Impfstoff mangelt und aus Südafrika schon die nächste Corona Variante droht..

Ja, die Sonne habe ich in diesem Jahr auch schon gesehen.

Frohes Neues ….

Und da war doch noch was! Ja richtig, die Stunde der Wintervögel steht an am Wochenende. Ich schaue schon täglich nach den Vögel im Garten und zähle überwiegend Meisen und Drosseln, Dompfaff, Buchfink und Grünfink sowie Braunellen. Kernbeisser  und Baumläufer fehlen. Habe nicht alle Vögel fotografisch erwischt, das Wetter ist aber auch ungemütlich, da steht man echt nicht gern im Versteck draußen.  Drossel, Tannenmeise, Sumpfmeise und Dompfaff im Regen sind im Archiv und hier im Blog gelandet.

Und bei der Abstimmung des NABU zum Vogel des Jahres 2021 liegt tatsächlich die doch so ungeliebte Stadttaube unter den ersten zehn Kandidaten. Bin gespannt. Habe im Archiv nach Stadttaubenfotos gesucht. Ich scheine sie bislang auch nicht für sehr fotogen gehalten zu haben. Im Archiv war kein Stadttaubenbild versteckt, nur dieses eine Schattenbild;-)

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Das war nicht mein Lieblingsjahr

.. und ich habe auch noch nie so wenig fotografiert wie 2020. Viel zu berichten gibt es auch nicht für einen Jahresrückblick. Ich versuche es mal 🙂

Das Jahr begann noch ganz prächtig, auf einem Spaziergang an der Hamme entdeckte ich einen Seeadler. Wie ärgerlich, ich war mit dem falschen Objektiv  unterwegs, aber immerhin – ein Seeadler im Teufelsmoor.

Der Samba Karneval in Bremen fand auch noch statt, damals im Februar waren wir alle noch recht ahnungslos, was Corona mit unser aller Alltag anstellen würde. China und Wuhan waren weit weg

Und die Schachbrettblümchen blühten im März und April als gäbe nie es einen Lockdown. Woher sollten sie auch davon wissen.

Einmal mußte ich dringend nach Hamburg. Für einen Spaziergang an den Landungsbrücken reichte die Zeit. Bedrückende Leere und Einsamkeit war zu spüren. Immerhin wurde der Sommer dann wider Erwarten besser und alle hofften wir, Corona sei so gut wie besiegt, das war ein Irrtum, wie wir jetzt wissen.

Im Moor ging alles weiter seinen Gang, allerdings mit viel weniger weissen Wollgraspuscheln und auch die Insektenwelt schwindet langsam aber sicher, wenn wir nicht einschreiten.

Infrarot habe ich im Sommersonnenschein auch einige wenige Bilder gemacht. In Worpswede haben wir übrigens einen Sequoia Baum, mitten im Dorf in der Bergstraße. Ein geeignetes Infrarot-Motiv. Das Alter des Baumes wird auf ca. 160 Jahre geschätzt. Wenn ich schon in diesem Jahr nicht in die USA reisen konnte, dann tröstet mich der Baum ein wenig.

Auch ein Besuch der Storchenauffangstation in Berne war möglich im Sommer. Dort wurden Besucher schmerzlich vermißt, auch durfte kein Kaffee und Kuchen angeboten werden. So fehlten die Einnahmen und Spenden für den Unterhalt der Station an allen Ecken und Enden. Den Störchen dort war das egal, sie bauten Nester in jedem Baum, dicht an dicht siedelten sie.

Und auch im Wildpark Lüneburger Heide waren wir. Sieh an, sieh an,  rückblickend war der Sommer gar nicht so trübsinnig. Polarwölfe Inuk und Nitika zogen ihre Erstgeborene „Bo“ auf. Die Lütte ist inzwischen groß und ist nach Belgien in einen Wolfspark umgezogen.

Und in Hamburg fand tatsächlich ein Großereignis statt. Ein Flying-P-Liner kehrte heim, die „Peking“. Sie lag Jahrzehnte in New York am Pier 17 und gammelte vor sich hin. Nun kehrte sie frisch renoviert nach Hamburg zurück. Als begeisterte Schiffsfans haben wir uns das Ereignis angesehen und sind nach Hamburg an die Elbe gefahren.

Gefühlt waren wir aber die meiste Zeit daheim, im Garten, die Makrokamera oft im Einsatz. So ein winziges Schlehengeistchen am hellen Tage zu erwischen, ist schon eine große Freude.

Ja und dann gab es da noch ein Highlight. Die Heideblüte im Springmoor fiel in diesem Jahr besonders üppig aus.

Eine kurze Reise zu den Windflüchtern und zur Hirschbrunft auf dem Darss war noch möglich. Mit viel Glück haben wir für 5 Nächte  ein Zimmer bekommen. Obwohl schon Spätherbst, war alles ausgebucht in Prerow und umzu.

Danach wurde das Leben wieder gedrosselt auf das Nötigste. Corona war mit voller Macht zurück. Weihnachtsmärkte fanden nicht statt, ein wenig weihnachtlich war Worpswede allerdings geschmückt, so auch die Zionskirche.

Und die Volksbank in Worpswede zeigt jetzt mein  Winterbild der Mackensen Eiche. Zu sehen jederzeit durchs Fenster, auch wenn die Bank geschlossen ist.

Mit diesen Bilder verabschiede ich mich von Euch für dieses Jahr und hoffe, Euch alle wieder zu treffen im nächsten Jahr.

Eure Maren

 

Und da unsere geplante USA Reise ausfiel, habe ich mir auf youtube die Wölfe vom Yellowstone angesehen.

Wer mag, hier ist die Geschichte vom Casanova, einem der außergewöhnlichsten Wölfe des Nationalparks

Casanova - the Rise of Black Wolf
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Winterträume

Nun denn – das sind keine aktuellen Winterfotos aus dem Teufelsmoor. Wetterbericht von heute, es ist grau und regnerisch. Und Schnee ist weit und breit nicht in Sicht. Es sind Wintererinnerungen aus besseren Tagen. Besser weil wir damals von Corona noch nichts geahnt haben und auch besser weil die Klimakrise noch nicht so aktuell und heftig war. Es gab noch reichlich Schnee und Kälte im Winter 2010.

Und wie gut, dass sich Schnee im Archiv lange frisch hält. So finde ich jedes Jahr zum Weihnachtsfest noch Winterträume.

Kraniche sind übrigens  auch jetzt hier, solange es nicht friert, bleiben sie, auch einige Singschwäne überwintern hier.

Motive machten sich überaus rar in diesem Jahr. Keine Torfkahnarmada, keine Erntefeste, keine Weihnachtsmärkte, der Moorexpress fuhr nur einmal zu einer Sonderfahrt. Ich hoffe, das Leben normalisiert sich 2021 wieder, irgendwie muss es ja weitergehen.

In diesem Sinne, man sieht sich hier auf dieser Seite, online – immer wenn man gerade Zeit und Lust hat.

Grüsslies und genießt dieses so andere Weihnachtsfest trotz allem, so irgendwie, jeder auf seine Weise …

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Alles ist anders als sonst

Am 3. Advent ist nun klar, wir gehen in einen neuen Lockdown und das über Weihnachten und Sylvester.

Dabei wäre  vielleicht alles besser gelaufen, wären die Ministerpräsidenten der Länder Anfang November nicht so zickig gewesen und hätten weniger auf ihrem eigenen Senf bestanden.

Nun kommt er also, der Feiertage Lockdown, den man doch unbedingt vermeiden wollte. Nun denn, es gibt Schlimmeres und das Positive an den vereinten Beschlüssen ist doch, böllern zu Sylvester ist nahezu verboten (Böllerverkaufsverbot). Ach, was werden sich die Tiere in Haus und Natur freuen. Nachtrag am 15.12.: nun wurde doch noch das Böllern an sich verboten in Niedersachsen. Welch eine gute Entscheidung, habe ich doch heute gelesen, dass böllerwütige Bundesbürger nach Polen reisen, um sich dort Böller zu kaufen.

Ich wünsche Euch einen besinnlichen 3. Adventsnachmittag und kommt gut durch den Corona Lockdown. Bleiben wir daheim.

Zu Hause kann man übrigen auch ganz leicht Glühwein machen, da muss man in Coronazeiten nun wirklich nicht die wenigen Glühweinstände umlagern. Na, nun schließen auch die 😉

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Gefiederte Gäste

Nonnengänse

Im Winter halten sich in unserer Region sehr viele Wildgänse, Wildenten und andere Watt- und Wasservögel auf.

Es ist immer ein faszinierender Anblick, wenn sich ein großer Schwarm Wildgänse in die Luft erhebt, ein Rauschen erfüllt die Luft und man könnte meinen, alles fliegt wild durcheinander. Hier startet ein Schwarm Nonnengänse, aber es haben sich einige Blässgänse dazwischen gemogelt.

Wer findet die wenigen Blässgänse zwischen den vielen Nonnengänsen

Blässgänse in Formation

Auf der Hamme sind schon erste Gänsesäger gesichtet worden.

Gänsesäger

Singschwäne

Auch Singschwäne sind angekommen. Sie haben einen langen Flug hinter sich.  Da weit und breit kein Schnee liegt und auch kein strenger Winter in Sicht ist, werden sie wohl hier bleiben und gut überwintern. Wenn, ja wenn da nicht die Vogelgrippe wäre. Diese verdammte Krankheit grasiert leider wieder unter den Wildvögeln und es werden verstreut tote Tiere gefunden. Ich hoffe so sehr, dass diese Pandemie schnell wieder verschwindet. Für das heimische Haus – und Hofgeflügel besteht bereits Stallpficht. 2020 ist aber auch wirklich ein Sch….jahr. 2021 kann nur besser werden.

In diesem Sinne habt alle einen besinnlichen 2. Advent. Ich habe einen Käsekuchen gebacken 😉

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Klick ins Bild für eine größere Ansicht.

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