Hirschkonzert

Ton an, wer mag

Am Nothafen Darßer Ort ist die Sicht auf die Hirsche einmalig, ganz besonders zur Brunft sammeln sich die Tiere dort in den Dünen mit Blick auf die Ostsee. In der kargen Landschaft fühlen sich die majestätischen Waldbewohner besonders sicher. Es gibt keine Jagd, das läßt die Rothirsche angstfrei ihre Reviere mit mächtigem Röhren abstecken, um die Damenwelt für sich zu gewinnen. 300 bis 400 Hirsche sollen dort leben im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Und im Herbst von Mitte September bis Mitte Oktober steppt bei den Hirschen der Bär. Es ist halt Brunftzeit.

Als ich 2017 zum ersten Mal im Herbst am Darßer Ort war, wußte ich nichts von der Hirschbrunft dort. Ich war damals sehr überrascht, so viele Fotografen mit langen Röhren dort anzutreffen – das war ein bisschen wie im Yellowstone.

Es hat sich nichts geändert 2017 wie auch 2020 ist noch alles Bestens für Hirsche, Natur und Menschen dort im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Jedenfalls für mich als Tourist fühlt sich das gut an.

 

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Darum ist es auf dem Darß so schön ….

Prerow Weststrand – Panorama

Wenn schon nicht Yellowstone, dann Prerow.

Ein paar Tage Urlaub, mit viel Glück bei allerbestem Wetter.

Ankommen in Prerow, Räder startklar machen und dann sofort durch den dichten Darßer Wald an den Weststrand radeln. Das ist so schön, vergleichbar mit einer Radtour von meinem kleinen Dorf  nach Worpswede. Und dann den Sonnenuntergang über der Ostsee erleben mit all seinen Facetten. Die untergehende Sonne färbte für Augenblicke den markanten Urwald auf den Dünen rot. Die Ostseewellen plätscherten leise an den Strand, alles wirkte so friedlich. Wir waren fast allein. Lieblingsstrand.

Und als der Sonnenzauber vorbei war, gab es eine köstliche Überraschung. Unvermutet sass ein Fuchs vor uns am Waldrand. Ich traute meinen Augen kaum. Da ich die Kamera noch schussbereit in der Hand hatte, gelangen mir ein paar Aufnahmen. Flink verschwand das Füchslein wieder im dunklen Wald.

Danach war es an diesem zauberhaften Abend  für die röhrenden Hirsche am kleinen Darßer  Nothafen  zu dunkel geworden, denn es dauerte eine Weile, bis ich mich über den Dünensand  zu den Fahrrädern gequält hatte. Wer schon mal dort war, weiss, was ich meine 😉

Über dem Leuchtturm Darßer Ort hingen noch die roten Abendwolken. Es war stockfinster, als wir endlich im Hotel waren, der Radweg durch den Wald zurück in den Ort ist kilometerlang. Schön war´s. Von den Hirschen dann demnächst mehr.

 

 

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Glücksfund

Raupe des Labkrautschwärmers

Dicke Raupe Nimmersatt.

Das ist sie also, die Raupe des Labkrautschwärmers. Einer dieser großen Nachtfalter hatte mich vor einiger Zeit auf meiner Terrasse besucht. Ihr erinnert Euch vielleicht. Nun muss ich gar nicht viele Worte finden, die Raupe spricht für sich, so dick und rund wie sie sich jetzt zum Ende des Sommers gefressen hat. Hier futtert sie übrigens an Weidenröschen. Es muss also nicht unbedingt Labkraut sein.

Und so wünsche ich Euch einen sonnigen Sonntag, genießt diese wunderen Tage – es wird Herbst und dem folgt bekanntlich der Winter. Für mich ist es dann wieder für lange Zeit vorbei mit meinen Lieblingsmodellen, den Insekten. Möge uns die Artenvielfalt erhalten bleiben.

Zur Erinnerung, der Labkrautschwämerfalter

 

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Erlebnis Teufelsmoor

Wege ins Moor …

Es sieht sehr grün aus im Moor, aber das täuscht. Die meisten Gräben und die renaturierten Wasserflächen z.B. im Huvenhoopsmoor, sind ausgetrocknet. Und das macht sich inzwischen beim Libellenbestand bemerkbar. Gefühlt sind deutlich weniger Libellen in diesem Sommer unterwegs. Zuletzt habe ich Winterlibellen gesehen und Weidenjungfern. Dazu Herbstmosaikjungfern. Meine Beobachtungen sind natürlich relativ. Wie immer  heißt es, sei zur rechten Zeit am rechten Ort. Winterlibellen sind übrigens die einzigen Libellen, die als Fluginsekt überwintern, alle anderen Libellenarten bleiben im Winter als Larven im Wasser.

Herbstmosaikjungfen

Winterlibelle

Weidenjungfer

Gefreut habe ich mich ganz besonders, an einer neuen Stelle Sonnentau gefunden zu haben. Noch vor 15 Jahren war fleischfressender Sonnentau an vielen Stellen im Teufelsmoor großflächig vorhanden. Inzwischen ist er von Heide, Gras und Birken überwuchert. Die Pflanzen sind leider winzig klein und an Moorböden gebunden, somit sehr gefährdet.

Breitblättriges Sonnentau

Erfreulich war auch, dass ich zum ersten Mal eine Eichenblatt Kreuzspinne gesehen habe. So eine Tour durchs Teufelsmoor bei Sonnenschein ist immer wieder wie ein schöner Urlaubstag. Ganz besonders in Coronazeiten.

Eichenblatt Kreuzspinne

Nur der Appetit auf Pilze verging mir, als am Wegesrand ein großer Steinpilz sichtbar wurde, verwesend. Darum herum wimmelten Maden. So hatte ich einen Steinpilz vorher noch nie gesehen.

Bei uns im Wald wimmelt es jetzt von Pilzsammlern. Schon morgens  um 6 h rücken sie an mit Körben und Eimern und sammeln alles weg, was eben essbar ist. Keine Chance für Maden. Im Teufelsmoor sind wohl weniger Pilzsucher unterwegs – wie erfreulich für die Natur pur. Nicht erschrecken, ich zeig euch meinen Pilzfund 😉

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Flying P-Liner Peking

ist nach einer Odyssee endlich wieder zu Hause in Hamburg …

Die historische Viermastbark „Peking“ der Reederei F. Laeisz lief 1911 in Hamburg bei der Werft Blohm und Voss vom Stapel, segelte 34 Mal um Kap Hoorn und lag mehr als 40 Jahre als Museumsschiff in New York am Pier des South Street Seaport Museums, wo sie zuletzt aus Geldmangel vor sich hin gammelte.

Nun ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt. In Hamburg wird der Großsegler künftig das Aushängeschild auf dem Kleinen Grasbrook sein, dem Museumshafen.

1000de Zuschauer begleiten den stolzen Segler auf seiner letzten Reise. Die Plaza der Elbphilharmonie war lange ausgebucht. Wir standen auf dem Anleger vor dem Musicaltheater und hatten die Sonne perfekt im Rücken.

Die Peking gehört zu den legendären Flying P-Linern, die für ihre Geschwindigkeit berühmt waren. Die „Padua“ fährt heute als „Krusenstern“ über die Weltmeere und die „Passat“ liegt in Lübeck Travemünde als Museumsschiff.

Die Viermastbark Peking wurde vor  knapp drei Jahren aus New York nach Deutschland geholt. Sie wurde bei der Peters Werft in Wewelsfleth für viele Millionen Euro aufwendig  restauriert. Nun bin ich gespannt, ob Bremerhaven und Bremen das auch so spektakulär hinkriegen, die „Seute Deern“ restaurieren zu lassen. Der Bund hat auch hier MIllionen Euro zur Verfügung gestellt.

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Die Peking kehrt heim – Tagesschaubericht

Nur Tanja Askanis Wölfe und alte Schiffe locken mich in Coronazeiten weiter als 20 km von meinem Garten weg. Aber es war wirklich ein beeindruckendes Schauspiel auf der Elbe im Sonnenschein. In Ton und Bild im kurzen Videoclip, wer mag.

Im Tagesschaulink weiterführende Infos.

Für eine größere Fotoansicht – klick ins Bild

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Was wäre wenn ….

… ja was wäre wenn Corona nicht  gekommen wäre.

Dann hätten wir uns Mitte September auf die Reise nach Boston begeben – Indian Summer an der Ostküste der USA. So ist das Leben ….

Es hat nicht sollen sein. Und wer weiss, wozu es gut ist. Herr Trump irritiert uns mittlerweile sehr. Die Niagarafälle hätte ich natürlich gern im Indian Summer Look gesehen – aber im Frühling waren sie auch imposant und ach ja, wieder so ein Blogeintrag in der Memory Lane – frei nach dem Motto: als wir noch reisen konnten.

Mehr Bilder im Link, incl. Trump Tower in New York und damals noch das Taj Mahal Casino in Atlantic City – wer mag. As time goes by – die Bilder sind aus dem Jahr 2005.

East Coast USA – Frühling

Ein entspanntes Wochenende wünsche ich und laßt auch Eure schönsten Erinnerungen nicht verblassen 😉

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Im Heiderausch

Bin verhext worden von diesem lila Farbenrausch. Immer wieder hat es mich in den vergangenen Tages ins Springmoor gezogen.

Alle Corona und sonstige Sorgen verschwanden, wurden von Glücksgefühlen ersetzt. Voller Begeisterung kamen abwechselnd alle meine Objektive zum Einsatz, vom Makro bis zum Weitwinkel. Unser Hund allerdings war nur am Stöckchenspiel interessiert.

Eine Miniringelnatter schlängelte sich mir über den Weg. Als ich nicht widerstehen konnte, sie in die Hand zu nehmen, fiel sie in Ohnmacht, stellte sich tot. Das sagt mir, dass meine Gartenringelnattern sich längst an uns Menschen gewöhnt haben, nie fallen sie in Ohnmacht, wenn mal wieder ein Shooting fällig ist.

Siehe Blogbeitrag im Link. Es ist übrigens eine ganz normale Reaktion der Ringelnattern, sich bei Gefahr tot zu stellen. Ebenso wie sie bei Gefahr  einen unerträglichen Gestank verteilen, ein Stinktier kann´s nicht schlimmer 😉

.https://marensfotoblog.wordpress.com/2014/05/14/ringelnatter/

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Unerwartetes Fotoshooting im Garten

Mein Modell – eine bildschöne Messingeule. Und sie gab ihr Bestes 😉

Nach einer guten Viertelstunden waren wir beide erschöpft. Die Messingeule liess sich auf einem Blatt nieder,  satt vom süßen Nektar aus meinen Storchenschnabel- und Wasserminzblüten. Ein letztes Foto und dann nahm ich mir die nötige Zeit, für die soeben entstandenen Bilder.

Und weil ich mich nicht für ein schönstes Bild entscheiden konnte, habe ich fix eine Collage zusammengestellt. Es ist eine kleine Bildergeschichte geworden. (Klick ins Bild für eine größere Ansicht)

Messingeulen sind teils auch tagaktive Nachtfalter. Nicht zu verwechseln mit der relativ häufigen und gleich großen Gammaeule. Sie flattern unermüdlich und flink  von Blüte zu Blüte und halten so gut wie nie still (daher meine Erschöpfung nach dem Shooting). Die Messingeule trägt auf den Flügeloberseiten glänzende Gold-Messingfarbe, während bei der Gammaeule ein Gammazeichen prangt, daher die deutschen Namen.

Messingeule

Gammaeule

 

 

 

 

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Magenta all over

Im vergangenen Jahr war die Besenheide Blume des Jahres. Auch ohne diesen Titel blüht sie 2020 ganz besonders prächtig. Jedenfalls im Springmoor..

Am Wochenende habe ich zwischen 2 Gewitterschauern einen Ausflug ins Springmoor unternommen. Dort gibt es die größte zusammenhängende Heidefläche des Landkreises. Inmitten von Wald und Wiesen blüht dort gerade jetzt ein großes Feld Heide im schönsten Magenta. Wer das nicht weiss, der rechnet nicht mit blühender Heide mitten im Wald.. 2018 im Jahr der großen Dürre war ich zuletzt dort und damals stand es nicht so gut um die Heide. Die Trockenheit machte den Pflanzen zu schaffen, aber noch mehr zur Plage wurden die kleinen Birken und Kiefern, die langsam aber sicher zu einem Wald heranwuchsen und die Heidefläche vernichteten. Heide braucht Sonne, und zwar am besten den ganzen Tag.

Zum Glück nahm sich inzwischen der Landkreis dieser Heidefläche an. Siebtklässler der Kooperativen Gesamtschule Hambergen z.B. übernehmen im Winter unter Leitung des Nabu und der Bios Osterholz- Scharmbeck das Entkusseln der Moor- und Heideflächen. Junge Birken und Kiefern werden dabei konsequent entfernt. Macht man das nicht, so würden die Bäume die Heidefläche in wenigen Jahren überwuchern. Die Pflegemaßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Osterholz und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Zusätzlich zum Entkusseln werden die Heideflächen großflächig maschinell abgeplaggt. Das sieht zunächst grausam aus, in kurzer Zeit wächst aber bereits neue frische  Heide auf den abgeplaggten, sandigen Böden. Seit 2017 wird die Heidefläche  gepflegt und der Erfolg ist sichtbar, man wähnt sich fast ein bisschen in der Lüneburger Heide.

Wildbienen und Hummeln summen zwischen den lila Heideblüten hin und her. Grashüpfer und merkwürdige Heuschrecken  lassen sich blicken, auch Schmetterlinge genießen ihr kurzes Leben zwischen den Heideblüten. Die Vierfleck Kreuzspinne wartete geduldig auf Beute. Die Heuschrecke habe ich übrigens nicht eindeutig bestimmen können. Evtl eine gefleckte Keulenschrecke. Wer es besser weiss, bitte melden.

 

Mein Dank gilt all den vielen Helfern, die sich um die Besenheide im  Springmoor kümmern. Es ist ein ganz besonderes Stück Natur in unserer Region.

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Im Death Valley ist es immer heiss

Aber z.Zt. fallen dort täglich Hitzerekorde, zum Beispiel wurde die 56° geknackt.

In 3 Wochen hätten wir unsere Herbstreise gestartet, bekanntlich alles gestrichen, Corona sei Dank. Und so geht es ja nicht nur mir, so geht es uns allen weltweit. Leben wir also mit den schönen Reiseerinnerungen. Und leben wir mit der Hoffnung, dass die Pandemie ein baldiges Ende findet.

Das Death Valley ist ein magischer Ort, es zieht mich seit vielen Jahren immer wieder dort hin. Wunderbar ist es besonders im Frühling, es blühen dann die schönsten Blumen, der Wasserfall rauscht und die Coyoten heulen in der Nacht. Magische Wüste…

Unvergessene Erinnerungen – und schon bin ich wieder auf der Memory Lane, in der Zeit, als wir noch reisen konnten.

Badwater

Racetrack

Darwin Fall

Desert Five

Coyote

 

Mehr Bilder aus dem Tal des Todes: http://www.marenarndt.de/deathvalley.html

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