Missing …

 Insekten, sie verschwinden still und leise – da ist kein lautes Schreien und kein Klagen. Eines Tages sind sie  einfach nicht mehr da. Und die meisten Menschen merken es wahrscheinlich erst, wenn auch die Vögel verschwunden sind.

Den wunderschönen Moschusbockkäfer habe ich früher in jedem Jahr entdeckt – seit langem aber gar nicht mehr. Das Foto vom Käfer mit Wespe beim gemeinsamen Naschen ist aus dem Sommer 2010 – übrigens auch den Wespen geht es schlecht.

Ich habe mir, nachdem sich die Presse übergreifend endlich dieses Themas angenommen hat, meine alten Dateiordner angesehen.  Und ich habe mich über die Vielfalt der Insekten, die ich früher im Teufelsmoor fand, wieder sehr gefreut- Aber auch mit einem weinenden Auge die Bilder betrachtet, denn viele dieser Tierchen habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen. So hüte ich die alten digitalen Fotos wie einen Schatz.

Insekten sterben, weil sie keine Nahrung mehr finden in der modernen Agrarlandschaft oder sterben an den verschiedenen Giften, die im Umlauf sind. Wildblumenwiesen verschwinden, blühende Wegesränder sind auch selten geworden.

Jeder Gartenbesitzer könnte aber auch schon ein bisschen was für die Insektenvielfalt tun. So zum Beispiel einheimische Blumen pflanzen, Laub im Herbst liegen lassen (muss ja nicht auf dem Rasen sein) und vor allen Dingen – kein Gift im Garten einsetzen. Ist doch eigentlich ganz einfach ….

 Zuerst sterben die Insekten


 

Dieser Beitrag wurde unter Photogalery Maren Arndt, www.teufelsmoor.org abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Responses to Missing …

  1. Hast du gegen Glyphosat unterschrieben? Ja klar, hast du.
    Brennessel und Disteln, alle Wildkräuter müssten wachsen dürfen, aber nein, wir nennen sie ja sogar UNkraut 😦
    Diesen hab ich im August gefunden

    Die Experten versuchen immer noch seine ID festzustellen 😉
    Du hast wunderschöne Aufnahmen gemacht, hoffentlich sind sie nicht mal alles, was unseren Nachkommen noch bleibt 😦

  2. Wundervolle Bilder.
    Ich wünsche für uns alle Lebewesen, dass wir es noch schaffen, den erschreckenden Trend aufzuhalten. Nur müssen wir da allesamt endlich umdenken. Und nicht nur denken, sondern auch handeln!

  3. Auch auf dem Rasen kann Laub problemlos liegen bleiben. Schützt vor Frost und kann im Frühjahr entfernt werden.

  4. Wunderbare Fotos! Ja, der Trend zur Ausrottung schreitet auch hier voran, vielleicht nur nicht ganz so schnell wie in Europa. Unwissenheit und Ignoranz sind keine guten Werkzeuge in einer Welt der Profitmaximierung…

    • Beispiel Insekten an der Autowindschutzscheibe, in Montana mußten wir bei jedem Tanken die Scheibe reinigen, da klebten wie früher jede Menge Insekten dran – in Californien dagegen blieb die Windschutzscheibe sauber.
      Danke für Deinen Kommentar und herzliche Grüße nach Iowa.

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